Aktuelles in kürze

von Redaktion

Rebensburg pausiert

Knapp fünf Wochen vor ihrem ersten Rennen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang muss Deutschlands beste Skirennfahrerin krankheitsbedingt eine Pause machen. Viktoria Rebensburg verzichtet auf die Weltcup-Rennen in Bad Kleinkirchheim am Wochenende. „Leider macht mir seit dem vergangenen Wochenende in Kranjska Gora ein viraler Infekt das Leben schwer. Rennfahren macht unter diesen Voraussetzungen leider keinen Sinn“, sagte die 28-Jährige gestern . Bei der Abfahrt und dem Super-G in Österreich schickt der DSV deswegen nur Kira Weidle und Michaela Wenig an den Start.

Celia Funkler vom TSV 1860 hat sich einen Monat vor den Olympischen Winterspielen verletzt und muss vier Wochen pausieren. Die 19-Jährige sei am Wochenende beim Trockentraining in der Halle gestürzt, sagte der Sportliche Leiter des Deutschen Skiverbands, Heli Herdt. Dabei zog sie sich eine Schultereckgelenkssprengung zu. Herdt erwartet, dass Funkler Anfang Februar wieder gesund ist. Die Skicrosser haben ihre Wettkämpfe in Pyeongchang erst in der zweiten Olympia-Woche und reisen am 15. Februar an.

Whistleblower Grigorij Rodtschenkow wird bei den Verhandlungen der 42 russischen Sportler, die vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen ihre lebenslangen Olympiasperren vorgehen, aussagen. Rodtschenkows Anwalt Jim Walden bestätigte der FAZ: „Ja, er wird aussagen, aber aus der Ferne.“ Der ehemalige Leiter des Moskauer Dopinglabors, der mit seinen Aussagen maßgeblich zur Aufdeckung des staatlich gelenkten Dopingsystems Russlands beigetragen hatte, wird vermutlich per Video zugeschaltet. Rodtschenkow lebt im Zeugenschutzprogramm des FBI.

Die deutsche Olympia-Mannschaft hätte nach Ansicht von Experten von einem Komplett-Ausschluss der russischen Athleten bei den Winterspielen in Pyeongchang sportlich am meisten profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des amerikanischen Daten- und Analysedienstes Gracenote. Das Unternehmen errechnete einen am Mittwoch veröffentlichten Medaillenspiegel, bei dem die russischen Sportler nicht berücksichtigt wurden. Demnach hätten die Deutschen in Abwesenheit der Russen fünf Medaillen mehr gewonnen als mit ihnen. Gracenote sagt der deutschen Mannschaft bei Olympia auf Grundlage der Ergebnisse der vergangenen Weltmeisterschaften und anderer Top-Events 40 Medaillen voraus. Demnach könnte es in Pyeongchang 14 Mal Gold, 12 Mal Silber und 14 Mal Bronze geben. Das wäre Platz eins im Medaillenspiegel – und es wäre das beste deutsche Ergebnis bei Winterspielen seit 2002 in Salt Lake City.

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