Hamburg – Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, beklagt die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs. Der sei „komplett entfesselt, die Werte und gesellschaftliche Verantwortung werden rausgedrängt. Es gibt riesige Geldströme, die nicht mehr transparent sind, aus zweifelhaften Quellen“, sagte er.
Es sei nicht gesund, noch mehr Geld in den Fußball zu pumpen. „Die Leistungsfähigkeit steigt nicht exponentiell mit der Summe, die einem Spieler gezahlt wird“, sagte der 42 Jahre alte Vereinschef und Unternehmer. Leidenschaft sei nicht über mehr Geld zu erreichen. „Verdienst macht satt.“
Göttlich bezeichnete einen möglichen Wegfall der 50+1-Regel als „Worst-Case-Szenario“. Vereine wie der FC St. Pauli hätten es immer schwerer, ihre Werte zu verteidigen. Wir sind nicht blauäugig. Dennoch sind wir wirtschaftlich erfolgreich wie nie und leben unsere Werte wie noch nie.“ dpa