Die Bundesliga im Jahr 2018

Auf den Hund gekommen

von Redaktion

Wenn etwas beginnt, erliegt man oft der Versuchung, die Zukunft vorab deuten zu wollen. Welche Schablonen man da anlegt, ist Geschmackssache. Als Journalist bemüht man sich gerne um neue, frische Blickwinkel – nach dem Start der Bundesliga-Rückrunde deshalb mal eine esoterische Deutung mit Hilfe des chinesischen Horoskops. Die Asiaten schreiben 2018 als Jahr des „Erde-Hundes“. Lassen sich Parallelen zur Fußball-Bundesliga ableiten? Durchaus. Vor allem für Anhänger des FC Bayern.

Das Jahr des Hundes, so heißt es, wird ein Jahr der Beständigkeit, in dem Ausdauer und Disziplin belohnt werden. Verlässlichkeit und Loyalität stehen im Vordergrund, viele Dinge in unserem Leben lassen sich stabilisieren, Fleiß erhält einen hohen Stellenwert, langjährige Mühen zahlen sich aus und im geschäftlichen Bereich werden tragfähige Partnerschaften geschlossen. Bescheidende, anpassungsfähige und gutmütige Charaktere, denen soziales Gefüge wichtig ist und die für Projekte, die ihnen am Herzen liegen, hartnäckig und fleißig arbeiten, haben heuer die besten Chancen. Alles Innovative, Außergewöhnliche hat schlechte Aussichten, Finger weg von Spekulationen und Glücksspiel, da landet man im Jahr des Hundes auf der Schnauze. Im Sport sind Klassiker gefragt, keine riskanten Aktivitäten. In der Liebe herrscht erhöhte Bindungsbereitschaft, selbst der freiheitsliebendste Single will sich festlegen – wenn er den richtigen Partner gefunden hat. Es ist ein gutes Jahr, um zu heiraten – Ehen, die heuer geschlossen werden, verlaufen dauerhaft und glücklich, so das Horoskop.

Soweit also die esoterische Sicht der Asiaten auf die kommenden Monate. Nun ist die Frage, inwieweit die Abteilung für Auslandsvermarktung des FC Bayern mit der chinesischen Philosophie vertraut ist. Es liest sich alles doch deutlich so, als wäre Jupp Heynckes ein ernsthafter Kandidat als Mann des Jahres. Und das Bestreben, dem Coach einen Vertrag über den Sommer hinaus vorzulegen, dürfte mit diesem Hintergrundwissen ebenfalls befeuert werden. Für die Konkurrenz könnte die Fortführung der Liaison dann wohl in einem simplen deutschen Spruch, fern von jeglicher asiatischer Esoterik, zusammengefasst werden. Man wäre: Auf den Hund gekommen.

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