Der nächste Kreuzband-Schock

von Redaktion

Auch die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher hat sich schwer verletzt und fällt für Olympia in Südkorea aus

München – Der DSV muss seine Medaillenhoffnungen für Pyeongchang immer weiter zurückschrauben: Nach Alpin-Star Felix Neureuther und Skispringer Severin Freund fällt nun auch Skicrosserin Heidi Zacher, 29, für die Olympischen Spiele in Südkorea aus: Die Lenggrieserin, derzeit in Topform und beste deutsche Skicrosserin, zog sich am Wochenende in Schweden einen Kreuzbandriss zu.

Damit gesellt sie sich zu einer traurigen Runde: Fünf ihrer Teamkollegen fallen mit dieser Knieverletzung aus. „So eine Serie, das ist einfach unglaublich“, klagt DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier. Neben Zacher, Neureuther und Freund verpassen auch Stefan Luitz (Ski alpin), Svenja Würth (Skispringen) und die Freestylerin Lisa Zimmermann die Spiele, die am 9. Februar beginnen.

Zacher war eines der heißesten Eisen, das der DSV für Olympia im Feuer hatte. Sie holte in dieser Saison einen Weltcup-Sieg, landete bei fünf der sieben Rennen auf dem Stockerl. Erst am Sonntag im schwedischen Idre Fjall wurde sie Dritte, doch hier nahm das Verhängnis seinen Lauf: Der Weltcup wurde wegen starken Windes abgesagt und die Quali-Ergebnisse gewertet. Die freie Zeit nutzte Zacher zu einem zusätzlichen Training.

Das hätte sie mal lieber bleiben lassen: Beim Sprung auf der Zielgeraden wurde sie vom Wind ausgebremst, landete statt im Auslauf auf der Kante. „Sie hat gleich gemerkt, dass sich ihr Bein nicht anfühlte, wie es sollte“, sagt Skicross-Sportdirektor Heli Herdt. Der Verdacht bestätigte sich bei ihrer Rückkehr: Kreuzbandriss. Schon am Nachmittag wurde Zacher operiert. Die Medaillen-Hoffnungen lösten sich in Nichts auf. Der Ausfall wirkt sich auf das gesamte Olympia-Team aus, befürchtet Maier. „Das geht nicht spurlos an einem vorbei.“ nick scheder

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