Kritik trotz voller Punktzahl

von Redaktion

SCR-Trainer Söderholm: Kommendes Wochenende „mit mehr Power“

Garmisch-Partenkirchen – Sechs Punkte an einem Wochenende ist das Maximum, das eine Eishockeymannschaft holen kann. So oft kommt das auch normalerweise nicht vor im Laufe einer Saison. Anders ist es derzeit beim SC Riessersee. Am vergangenen Wochenende siegten die Garmisch-Partenkirchner mit 5:3 bei den Lausitzer Füchsen und mit 6:1 gegen die Roten Teufel Bad Nauheim. Es war bereits das vierte Sechs-Punkte-Wochenende der Saison.

Kein Wunder, dass der SC Riessersee deshalb auf Rang zwei der DEL2-Tabelle steht. Der Vorsprung auf den direkten Verfolger aus Frankfurt wurde sogar noch weiter ausgebaut, weil die Hessen gegen Kaufbeuren eine empfindliche 1:6-Klatsche kassierten. Sechs Zähler trennen beide Teams derzeit.

Die meisten Trainer würden alles für prima erklären. Nicht so SCR-Coach Toni Söderholm. Völlig zurecht meinte der Finne: „Klar war es ein Sechs-Punkte-Wochenende, aber wir müssen mehr tun.“ Insbesondere das Heimspiel gab ihm Anlass, den Finger in die Wunde zu legen: „Wir waren nicht bereit und zu weit weg.“ Söderholm hatte sich für alles vorbereitet: „Im zweiten Drittel hätte das Spiel kippen können. Hätte Bad Nauheim das Break ausgenutzt, hätte ich sofort die Auszeit gezogen, aber Matthias Nemec hat uns mit seinen Saves im Spiel gehalten und damit seinen Kollegen die Chance gegeben, dieses Spiel zu gewinnen.“

In Weißwasser zwei Tage zuvor „waren wir nicht top, aber haben trotzdem gewonnen“, blickt Söderholm zurück. So stimmten ihn nur die Resultate positiv. „Mit der Art und Weise war ich nicht zufrieden. Wir werden in dieser Woche daran arbeiten und am kommenden Wochenende dann mit mehr Power starten.“ Dann geht es am Freitag zum Derby nach Kaufbeuren, am Sonntag kommt mit Heilbronn eine Mannschaft ins Olympia-Eissportzentrum, die zur Zeit wie der SCR fleißig punktet. Titus Fischer

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