Veh plant zweigleisig

von Redaktion

In Köln gesucht: Profis, die erst- und zweitklassig spielen würden

Köln – Der Last-Minute-Sieg des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach entlockte Armin Veh einen Satz, der die ganze Gefühlslage beim Tabellenletzten trefflich beschrieb: „Im Derby – das ist traumhaft!“ Der Sport-Geschäftsführer des Bundesligisten, seit Dezember Nachfolger von Jörg Schmadtke, schob eines aber unmittelbar nach: „Wir wissen ja immer noch nicht, wo es hingeht.“

Die Situation ist nach dem 2:1 gegen Gladbach zwar besser geworden. Misslich ist sie aber noch immer: Die Rückstände auf den kommenden Auswärtsgegner HSV (17.) und auf Werder Bremen auf Relegationsplatz 16 betragen sechs beziehungsweise sieben Punkte. Und schon deshalb sieht sich Veh zu einer klaren Vorgehensweise genötigt: „Ich plane die Zukunft, Trainer Stefan Ruthenbeck macht die Gegenwart.“

„Das Momentum ist gut“, befand der Coach im Anschluss an den zweiten Sieg nacheinander und den zweiten in dieser Saison. Trotzdem: Veh muss ein Konzept entwickeln, das beide Möglichkeiten – drinbleiben oder absteigen – einkalkuliert. Das sei aber auch eine Budgetfrage: Top-Einkäufe für die kommende Spielzeit wären ein finanzielles Risiko, weil eben nicht planbar ist, in welcher Liga der FC zu Werke geht.

„Ich versuche, Spieler zu holen, die uns weiterbringen“, kündigte Veh nach den Treffern von Frederik Sörensen und durch Winter-Rückkehrer Simon Terodde in der Nachspielzeit an. „Wenn einer sagen würde, nur erste Liga – dann würde ich ihn nicht holen“, so Veh. Das ist eine deutliche Ansage. Eingleisig planen ist nicht in Köln.  dpa

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