Zweifel an Gisdol nehmen zu

von Redaktion

Es fehlt dem HSV an Punkten und Plan B – Endspiel gegen Köln?

Hamburg – Wende oder Ende? Nach dem Fehlstart ins neue Jahr verstärken sich die Zweifel an HSV-Trainer Markus Gisdol. Das Kellerduell zwischen dem Vorletzten Hamburger SV und dem Letzten 1. FC Köln am Samstag könnte zum Entscheidungsspiel für den 48-Jährigen werden. „Eine Trainerdiskussion gibt es nicht“, beteuert Sportchef Jens Todt zwar, in der Öffentlichkeit wird diese aber kräftig befeuert. „Ist der Retter noch zu retten?“ fragt die „Bild“-Zeitung, „Ist Gisdol am Ende?“ heißt es bei der „Hamburger Morgenpost“. Allgemeiner Tenor: Nur ein Punktedreier kann den seit fünf Spielen sieglosen Gisdol retten.

Der Coach selbst lässt sich nichts anmerken von der Diskussion um seine Person. Er spüre kein Misstrauen, versichert der frühere Hoffenheimer. „Das trifft mich nicht persönlich.“ Denn wenn es nicht laufe, werde immer über den Trainer diskutiert. „Das ist Teil unseres Geschäfts.“

In Heribert Bruchhagen hat er einen Fürsprecher. Man müsse nicht über den Trainer reden, betont der Vereinschef. Denn der 69-Jährige hat sich Ruhe und Kontinuität im Verein zur Grundaufgabe gesetzt. Seine Befürchtung: Ein erneuter Trainerrauswurf würde den HSV in der Öffentlichkeit wieder als Chaos-Klub dastehen lassen.

Dennoch lässt sich der erfahrene Fußball-Funktionär eine Hintertür offen. „Wir entscheiden danach, was das Beste für den HSV ist“, sagte er nach dem 0:1 in Augsburg. Das kann man auch als vorsichtige Abkehr von der bisher nibelungentreuen Rückendeckung für den Coach interpretieren.  dpa

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