Den Sieg hat Hermann sich aufgespart

von Redaktion

Einkaufen, das musste Tina Hermann gestern Abend noch schnell in Berchtesgaden. Denn zwischen drei Trainingseinheiten, Tüfteleien in der Garage und Medienterminen ist im Endspurt vor der Abreise nach Pyeongchang kaum mehr Zeit für das Wesentliche. Die gute Nachricht: Der Kühlschrank der 25-Jährigen ist nun wieder bestens gefüllt. Es gibt also genug, um auch die letzten Kraftreserven zu füllen.

Tina Hermann, geboren in Hessen, wohnhaft in Bischofswiesen, gehört zu den Besten ihrer Sportart. Fünf Mal stand sie in dieser Saison auf dem Podium, ein Sieg aber gelang ihr im olympischen Winter nicht. „Noch hat es nicht gereicht“, sagt sie und lacht, weil sie das kleine Wörtchen „noch“ natürlich bewusst platziert hat. Sie fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich es bald machen kann.“

Bald, das heißt am 17. Februar in Pyeongchang. Auf einer Bahn, vor der sie Respekt hat, auf der sie aber in der letzten Testwoche im Oktober „einen Schritt nach vorne gemacht“ hat. Sie fühle sich „absolut bereit“, auch Dauer-Widersacherin und Weltmeisterin Jacqueline Lölling Paroli zu bieten: „Ich schätze mich nicht viel schlechter ein.“

Eine Medaille ist das erklärte Ziel, und die erste deutsche Olympiasiegerin im Skeleton zu werden, „wäre natürlich auch nicht schlecht“. Der Zweikampf der beiden Deutschen wird spannend werden. So oder so aber versichert Hermann: „Vorher und nachher lachen wir miteinander. Wir sind keine Zicken.“  hlr

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