noch 15 Tage bis Olympia

von Redaktion

Keine Einladung für weitere zwei Russen

Auch die russischen Top-Eisschnellläufer Denis Juskow und Pawel Kulischnikow dürfen nicht an den Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen. Wie der Vorsitzende des russischen Eisschnelllauf-Verbandes Andrej Krawzow bestätigte, gehören beide Gold-Kandidaten nicht zur Liste der vom IOC für die Spiele eingeladenen russischen Sportler. „Ich bin sauber. Ich war immer ehrlich“, empörte sich Juskow über seinen Ausschluss: „Ich wurde hunderte Male getestet. Ich bin sehr enttäuscht über diese Entscheidung.“ Der 1500-m-Weltrekordler und dreifache Weltmeister war bis 2008 wegen Marihuana-Konsums vom russischen Verband gesperrt. 500-m-Weltrekordler Pawel Kulischnikow verpasste die Spiele in Sotschi wegen einer Doping-Sperre. Nach Ablauf seiner Zwei-Jahres-Sperre gewann er die WM-Titel 2015 und 2016 über 500 m, dazu 2016 auch über 1000 m und im Sprint-Vierkampf. Das IOC hatte mitgeteilt, keine Begründungen in Einzelfällen für die Nicht-Einladung russischer Sportler zu geben.

Ricco Groß, Trainer der russischen Männermannschaft, hat das IOC für die Aussperrung seines Athleten Anton Schipulin von den Winterspielen in Pyeongchang scharf kritisiert. „Weder der Biathlon-Weltverband noch das IOC haben irgendetwas in dieser Richtung angedeutet. Logischerweise fallen wir jetzt aus allen Wolken“, sagte Groß. Dem 47-jährigen Ruhpoldinger fehlt für die Entscheidung jedes Verständnis. „Seitens des IOC finde ich es sportlich nicht fair, so etwas so kurz vor Olympia bekannt zu geben – zumal bisher keine Begründungen oder Beweise genannt wurden“, sagte der viermalige Biathlon-Olympiasieger.

Japans Premierminister Shinzo Abe hat trotz anhaltender Kontroversen mit Südkorea seinen Besuch bei den Winterspielen in Pyeongchang angekündigt. Zuvor er angedeutet, auf einen Besuch zu verzichten. Zwischen Japan und Südkorea schwelt seit dem Zweiten Weltkrieg ein Konflikt. Damals waren zwischen 100 000 und 300 000 koreanische Mädchen und Frauen von den japanischen Besatzern zwangsprostituiert worden. Japan hat seither mehrfach öffentlich um Entschuldigung gebeten und Entschädigungszahlungen geleistet. Die neue Führung in Seoul unter Staatspräsident Moon Jae In hat allerdings die Prüfung eines Abkommens eingeleitet, um den Streit beizulegen.

Norwegens formschwacher Skilangläufer Petter Northug wird nicht an den Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen. Dies teilte Sportchef Tore Övrebö gestern mit: „Er war oft krank, ist wenige Rennen gelaufen. Und wenn er gestartet ist, war er nicht so schnell. Und so ist er am Ende nicht im Team.“

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