Riesenschritt in Russland

von Redaktion

Bayern-Basketballer schlagen St. Petersburg – Macvan verletzt

St. Petersburg – Als Kyle Kuric gestern das erste Mal auf den Korb warf, ahnten die Basketballfans des FC Bayern nichts Gutes. Vor einer Woche hatte der Scharfschütze von Zenit St. Petersburg in München 32 Punkte erzielt. Doch gestern, im vierten Top-16-Spiel des Eurocups, durften die Bayern zunächst aufatmen. Kuric setzte den Dreipunkteversuch daneben. Nur wenige Sekunden später, Kuric wollte gerade den nächsten Angriff einleiten, klaute Stefan Jovic ihm den Ball.

Weil sie Kuric kontrollierten, besiegten die Bayern St. Petersburg in fremder Halle 80:78 (38:37) – und haben das Viertelfinale des Cups nun fest im Blick. Als Tabellenführer der Gruppe F gehen sie in die verbliebenen zwei Spiele. Nur müssen sie diese eventuell ohne Milan Macvan bestreiten: Der Power Forward verletzte sich gestern am Knie und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Eine Diagnose steht noch aus.

Macvan war es auch, der vor dem Rückspiel in Russland noch gewarnt hatte: „St. Petersburg trifft zu Hause noch viel besser als auswärts.“ Auf die beiden besten Schützen, Kuric und Sergey Karasev, traf das an diesem Abend aber nur bedingt zu. Das Duo sammelte zwar 24 Punkte ein, verfehlte aber viele Würfe – was auch mit den Abwehrmaßnahmen der Bayern zu tun hatte. Die Anweisung ihres Trainer („Wir müssen Karasev und Kuric besser verteidigen“) setzten sie um.

Trotzdem führte St. Petersburg lange. Erst im letzten Viertel holten die Bayern angeführt von Reggie Redding (17 Punkte) einen Zwölf-Zähler-Rückstand auf. Und als Kuric ihnen das Spiel noch hätte entreißen können, war Jared Cunningham zur Stelle – und klaute ihm den Ball. christopher meltzer

Artikel 1 von 11