Serie: Olympiastarter aus Oberbayern (III) – Bob und Skeleton

Wieder in Gold-Form

von Redaktion

Ein weiteres olympisches Debakel nach Sotschi ist unwahrscheinlich – BSD-Team stellt in allen Konkurrenzen Favoriten

von hanna raif

München – Ganz entspannt gab sich Rene Spies am Montag bei der Einkleidung. Aber das konnte der Bob-Bundestrainer – genau wie sein Skeleton-Kollege Jens Müller – nach dem Weltcup-Finale am Königssee auch sein. Fünf Konkurrenzen, fünf Siege: So lautete die Bilanz des BSD, dessen Tross ruhiger zu den Olympischen Spielen reist als vor vier Jahren. Das Ziel ist klar: Ein Debakel wie in Sotschi, wo die deutschen Bobs erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille blieben, vermeiden.

Der Verband hatte im Vorfeld des olympischen Winters vehement um die kostspielige Doppellösung im Materialsektor gekämpft, bei der jeder der Bob-Piloten frei wählen durfte, ob er in Geräten des steuerfinanzierten FES und jenen des österreichischen Bobbauers Johannes Wallner an den Start gehen wird. Nicht alles lief wie erhofft, es gab Rückschläge, nach umfangreichen Tests aber ist man sich nun sicher, dass jeder im richtigen Schlitten sitzt. Zweier-Favorit Francesco Friedrich startet in seiner Parade-Disziplin im FES-, im Vierer im Wallner-Bob. Nico Walther vertraut – wie das Frauen-Team um Stefanie Schneider, Mariama Jamanka und Anna Köhler – ganz auf FES, während Vierer-Weltmeister Johannes Lochner Wallner fährt. Medaillenkandidaten sind sie alle.

Auch die Skeletonis liebäugeln mit Edelmetall, allen voran Weltmeisterin und Jacqueline Lölling. An ihr hat auch Tina Hermann zu knabbern, die ebenso das Zeug für ganz vorne hat. Axel Jungk ist – bewiesen beim Sieg am Königssee – pünktlich in Form.

Unser Tipp:

Mindestens vier Bob-Medaillen, dazu zwei bis drei im Skeleton.

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