Dortmund – Der Poker um Pierre-Emerick Aubameyang geht in die entscheidende Phase, doch vor seinem möglichen Wechsel zum FC Arsenal soll der Torjäger Borussia Dortmund zum ersten Rückrundensieg schießen. „Er hat in dieser Woche einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn es so weitergeht, hat er sich für den Kader qualifiziert“, sagte Trainer Peter Stöger vor Heimspiel an diesem Samstag gegen den SC Freiburg.
Hinter den Kulissen verhandeln die BVB-Bosse mit Arsenal weiter, eine Einigung bei der Ablösesumme wurde aber noch nicht erzielt. Und Stöger denkt nicht daran, auf Aubameyang zu verzichten, weil sich dieser eventuell schwerer verletzen könnte und damit ein Transfer vom Tisch wäre. „Die Gefahr sich im Training zu verletzen, ist genauso groß“, sagte Stöger.
Nach zwei Unentschieden zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg (0:0) und bei Hertha (1:1) will der Wiener die Borussia in die Erfolgsspur zurückführen. „Die Qualifikation für die Champions League ist absolute Pflicht. Das ist der Anspruch des Klubs. Daran müssen wir uns messen lassen. Platz sechs wird unseren Ansprüchen nicht gerecht“, sagte Stöger.
Aubameyang könnte zumindest kurzfristig wieder für mehr Torgefahr sorgen. Marco Reus ist nach überstandenem Kreuzbandriss und der Rückkehr ins Teamtraining noch kein Thema.
Kurz vor dem Abgang steht auch Neven Subotic. Der Innenverteidiger steht vor einem Wechsel zum französischen Rekordmeister AS Saint-Etienne. Der BVB bestätigte, dass der Serbe derzeit für Verhandlungen mit einem anderen Klub freigestellt sei. „Momentan ist es für Neven schwierig. Das hat nichts mit dem Thema Wertschätzung zu tun“, sagte Stöger. Subotic soll nach Medienberichten einen Vertrag bis 2020 erhalten.
Stöger richtet den Fokus aber auf das Spiel gegen die seit sieben Spielen ungeschlagenen Freiburger, die zuletzt auch Leipzig (2:1) in die Knie zwangen. „Freiburg ist immer für Überraschungen gut. Das macht sie gefährlich gegen jeden Gegner“, sagte er und warnte vor den Standards der Breisgauer: „Da müssen wir aufpassen.“ oliver Mucha