„Schießen!“ Fragt man die Kinder, was beim Biathlon am schönsten ist, kommt meist wie aus der Pistole geschossen diese Antwort. Elf-, Zwölfjährige an Waffen, Kinder, die mit einem Gewehr hantieren, für viele Eltern erst einmal gewöhnungsbedürftig. Auch wenn es „nur“ das Luftgewehr ist, der Umgang mit Waffen macht die Nachwuchsarbeit im Biathlon nicht ganz unproblematisch. Im Gegensatz zu den „Großen“ tragen die jungen Biathleten das Gewehr nicht durch die Loipe, sondern deponieren es am Schießstand. Dennoch: „Man muss den Kindern klarmachen, dass ein Gewehr kein Spielzeug ist“, sagt Fritz Fischer, früher Weltklasse-Biathlet, später Trainer. Es gibt genaue Vorschriften, wie die Waffe zu behandeln ist, so muss die Hülle immer abgeschlossen, mit Munition sehr sorgfältig umgegangen, das Gewehr gepflegt und sicher verwahrt werden. „Die Jugendlichen lernen hier, Verantwortung zu übernehmen“, sieht Andi Stitzl, einst Nachwuchscoach, heute Disziplintrainer der Herren, die positiven Aspekte. Das Kleinkalibergewehr wird erst ab der Jugend eingesetzt, also bei 15-Jährigen, die dafür die Unterschrift der Eltern und eine Bescheinigung des Landratsamtes benötigen.