Manche Rückschläge sind schmerzhafter als andere. Dass Tobias Wendl und Tobias Arlt (beide 30) in diesem Weltcup-Winter den Thüringer Dauerkonkurrenten Eggert/Benecken vor der Jahreswende konsequent hinterherfuhren, hat das Duo vom Königssee schon etwas gewurmt – einerseits. Andererseits hätte es die beiden auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Traditionell starten sie schleppend in die Saison, weil sie auf den ersten Stationen viel experimentieren.
Mittlerweile hat sich die Perspektive aufgehellt. Der Weltcup-Sieg auf der Hausbahn war für Geist und Gesamtwertung gleichermaßen wichtig. Wenn alles läuft wie geplant, werden „die Tobis“, wie sie genannt werden, in Pyeongchang punktgenau den Saisonzenit erreichen. Sie wissen: Den Druck des Top-Favoriten haben diesmal andere. mb