Hexer im Kasten

von Redaktion

Letzter – aber Tölz tröstet sich mit Derby-Highlight

Bad Tölz – Mit Mikko Rämö scheinen die Tölzer Löwen ihren „Hexer“ im Tor gefunden zu haben. Der finnische Neuzugang des Schlusslichts konnte zwar trotz guter Paraden das 3:6 am Sonntag beim EC Bad Nauheim nicht verhindern. Doch der 37-Jährige brachte zumindest die Stürmer des Tabellenzweiten SC Riessersee am Freitag schier zur Verzweiflung. Und Rämö sorgte mit dafür, dass sich Tölz im Prestige-Derby überraschend mit 3:2-durchsetzte.

Aber was heißt überraschend? Im Derby zählen kein Tabellenstand, keine Punkte und kein Torverhältnis. „Entscheidend waren der Einsatz und die kämpferische Leistung“, meint Trainer Rick Boehm. Und da hatten die Löwen Vorteile. Zwar zeigte Garmisch seine Qualitäten in der Offensive, ließ die Scheibe schnell über mehrere Stationen laufen. Aber nur bis zum Tölzer Tor: Da war entweder bei Rämö Schluss, oder SCR-Topscorer Richard Mueller und Co verschossen. Boehm trocken: „Wir haben unsere Chancen genutzt.“

Die Effizienz im Abschluss ist nicht unbedingt die Stärke des Schlusslichts. Doch Hannes Sedlmayr abgebrüht und Julian Kornelli per Abstauber stellten auf 2:0. Joonas Vihko traf nach überstandener Verletzung zum 3:1. Das Derby vor ausverkauftem Haus (4115) wurde spannend, als Müller die Gäste kurz vor Schluss auf 2:3 heranbrachte. „Aber Tölz hat die Punkte verdient“, gab SCR-Coach Toni Söderholm zu.

Beim 3:6 in Nauheim fehlte ein wenig die Energie nach dem Kraftakt im Derby. Zudem leisteten sich die Löwen einen 20-minütigen Durchhänger, während dem die Roten Teufel mit vier Toren davonzogen. Am Hexer im Tölzer Kasten lag’s nicht. Nick Scheder

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