DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat nach dem Bericht über auffällige Blutwerte bei Dutzenden Langläufern mehr Fakten gefordert. „Wir brauchen konkrete Informationen“, sagte Hörmann im Blickpunkt Sport des Bayrischen Rundfunks: „Dann werden wir wie in der Vergangenheit kompromisslos, ausnahmslos und in aller Konsequenz die Dinge verfolgen.“ Am Sonntag hatten die ARD-Dopingredaktion und die Sunday Times im Rechercheverbund mit SVT und REPUBLIK.CH über auffällige Blutwerte berichtet. Davon betroffen sollen rund ein Drittel aller Medaillengewinner bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften seit 2001 sein. Auch Läufer aus Deutschland sollen zu den Medaillengewinnern mit auffälligen Werten gehören.
Während der Winterspiele in Pyeongchang werden zum zweiten Mal in der olympischen Geschichte Beratungsstellen für Missbrauchsopfer unter den Sportlerinnen eingerichtet. An vier entsprechenden Anlaufstellen des Organisationskomitees können betroffene Athletinnen medizinische und psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Auch eine Rechtsberatung wird angeboten. Erstmals hatte es diese Einrichtungen 2016 in Rio de Janeiro gegeben.