Söderholm: Nicht genug

von Redaktion

Kritik des SCR-Trainers nach Punktlos-Wochenende

Garmisch-Partenkirchen – Wochenenden gänzlich ohne Punkte abzuschließen, schien beim SC Riessersee in der DEL2 heuer unmöglich. Doch es kommt vor. Nach der Derby-Niederlage beim EC Bad Tölz und dem 4:5 zuhause gegen Dresden schmolz der Vorsprung auf Rang drei auf zwei Zähler zusammen.

Im Blickpunkt stand der vierte Saison-Klassiker gegen Tölz. Gegen die personell dezimierten Löwen ging der SCR als haushoher Favorit ins Rennen, beendete die kurzweiligen, weil ereignisreichen 60 Minuten aber als zweiter Sieger. Wie schon beim ersten Match auf der Tölzer Flinthöhe, schmeckte dem spielstärkeren Gast das aggressive und kampfbetonte Vorgehen des Aufsteigers überhaupt nicht. „Das war nicht das, was wir können“, zeigte sich Toni Söderholm „enttäuscht“ vom Gesamtpaket. „Zweikampfmäßig und läuferisch nicht genug für ein Auswärts-Derby“, schob der Finne nach. Eine Hauptrolle spielte ein Landsmann von ihm.

Tankte sich der SCR doch mal gefährlich vor den Tölzer Kasten durch, sperrte sich ECT-Goalie Mikko Rämö im Spielverderber-Modus gegen den finalen Vollzug. Doch scheiterte Riessersee nicht nur an der finnischen Wand, es passierte auch bei diversen Überzahlsituationen viel zu wenig. „Die Qualität im Powerplay war nicht da“, bemängelte Söderholm.

Die Wiedergutmachung am Sonntag blieb aus, weil der SCR zu unstrukturiert zu Werke ging, zudem Goalie Matthias Nemec in letzter Minute einen Schlagschuss bei ausgeglichenem Spielstand nicht festhalten konnte. Zuvor hatte Andy Eder bei einem Pfostentreffer einen besseren Spielausgang verpasst.

Oliver Rabuser

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