Papst Franziskus hat die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gewürdigt. „Möge Olympia ein großes Fest der Freundschaft und des Sports sein“, sagte er gestern zum Ende seiner Generalaudienz im Vatikan. Besonders erfreut zeigte sich das Kirchenoberhaupt über den olympischen Frieden der verfeindeten Mationen Nord- und Südkorea, die in Pyeongchang unter gemeinsamer Flagge auftreten werden. „Das läßt auf eine hoffen, in der die Konflikte friedlich mittels Training und gegenseitigem Respekt gelöst werden“, sagte der Papst.
Die Olympia-Organisatoren in Pyeongchang haben ein spezielles Problem zu lösen. Die Frage ist: Sollen auch die 22 Sportler aus Nordkorea eines jener Handys bekommen, die der Mobilfunk-Sponsor der Spiele in einer Sonderedition für Sportler und Funktionäre zur Verfügung stellt. In diesem speziellen Fall könnte dies aber gegen die UN-Sanktionen gegen Nordkorea verstoßen. Das IOC regte nun an, den Vertretern aus dem Norden die Geräte nur für die Dauer der Spiele zur Verfügung zu stellen.
Große Ehre für Britta Heidemann: Die Fecht-Olympiasiegerin wird heute die Olympische Fackel tragen. Für vier Minuten wird das IOC-Mitglied das Feuer in ihren Händen halten. Heidemann hatte in der vergangenen Woche, 636 Tage nach ihrem letzten Wettkampf, ihre aktive Karriere offiziell beendet.
Der deutsche Olympia-Arzt Bernd Wolfarth hat nach zahlreichen Magen-Darm-Erkrankungen und 32 Norovirus-Fällen bei den Sicherheitskräften Entwarnung gegeben. „Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Anlass zur Sorge, bisher sind keine Fälle in den olympischen Dörfern beschrieben“, sagte der Mediziner gestern. Die deutsche Delegation wolle dem entsprechend auch keine weiteren Maßnahmen ergreifen, die über die üblichen Hygiene-Vorkehrungen hinausgehen. Bis gestern war die Zahl der registrierten Erkrankungen in der Olympia-Region auf 86 gestiegen.
Bei den Winterspielen in vier Jahren in Peking wird es keine zusätzlichen Sportarten geben. Das gab die Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees am Mittwoch in Pyeongchang bekannt. „Peking hat nicht nach neuen Sportarten für das Programm gefragt“, sagte IOC-Vizepräsident Juan Antonio Samaranch junior, der Sohn des langjährigen Olympia-Chefs. Derzeit umfasst das olympische Winter-Programm sieben Sportarten. Als letzte komplett neue Disziplin war Shorttrack 1992 in Albertville aufgenommen worden.