Pyeongchang – Aljona Savchenko und Bruno Massot haben sich gegen das volle Risiko entschieden: Die deutschen Medaillen-Kandidaten beschlossen, im olympischen Teamwettbewerb der Eiskunstläufer am Freitag auf den dreifachen Wurf-Axel zu verzichten. Das Paar werde „den Wurf-Flip zeigen“, kündigte Trainer Alexander König am Donnerstag nach dem Training in der Gangneung Eis-Arena an. Die 34 Jahre alte Savchenko verletzte sich vor Wochen bei der Landung des Wurf-Axels am Fuß, kann ihn inzwischen aber wieder voll belasten.
Auch im Kurzprogramm des Paarlaufwettbewerbs am kommenden Mittwoch wollen die Wahl-Oberstdorfer das Risiko des Axels nicht eingehen. Kein anderes Duo aus der Weltspitze zeigt ihn – denn ohne Sturz geht der Versuch selten aus.
Einen Tag vor Beginn des olympischen Teamwettbewerbs zeigten die WM-Zweiten zwei lupenreine dreifache Wurf-Flips. „Wichtig ist für die beiden, gut in den Wettkampfmodus zu kommen“, sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. „Ein fehlerfreies Programm gibt manchmal mehr her. Wir haben oft festgestellt, dass Risiko nicht belohnt wird.“ Das Ziel mit dem Team ist Platz acht wie 2014. dpa