Olympia in kürze

von Redaktion

Duo jagt Medaillen in zwei Sportarten

Gleich zwei Athleten könnten in Pyeongchang olympische Medaillen in zwei verschiedenen Sportarten gewinnen. Die Niederländerin Jorien ter Mors versucht wie schon in Sotschi, im Eisschnelllauf und Shorttrack erfolgreich zu sein. Vor vier Jahren gewann sie Gold über 1500 Meter und im Team, doch auf der Kurzbahn blieb ihr die Medaille versagt. Sollte sie diesmal im Shorttrack Gold gewinnen, wäre sie die erste Frau in der Olympia-Geschichte, der zwei Siege in verschiedenen Sportarten gelangen. Zweiter Doppelstarter ist der Kanadier Olivier Jean. Er gewann 2010 olympisches Gold in der Shorttrack-Staffel und qualifizierte sich nun auch für den Massenstart der Eisschnellläufer.

Weil die vier iranischen Teilnehmer in Pyeongchang keine Smartphones als Willkommensgeschenk erhalten haben, gibt es diplomatische Verwerfungen zwischen dem Iran und Südkorea. Die Regierung in Teheran sieht darin eine Diskriminierung ihres Teams und bestellte sogar den südkoreanischen Botschafter ein. Hintergrund der Aufregungen: Alle Athleten wurden mit Handys bedacht – mit Ausnahme der vier Sportler aus dem Iran und den 22 aus Nordkorea. Grund sind die UN-Sanktionen gegen die beiden Staaten. Olympia-Sponsor Samsung hat rund 4000 Smartphones der Reihe Galaxy Note 8 in einer Sonderedition für Sportler und Funktionäre zur Verfügung gestellt. Wert je Stück: mindestens 800 Euro.

Die Kleidung der „Olympischen Athleten aus Russland“ (OAR) ist bei den Konkurrenten beliebt. „Unsere Athleten wurden in den ersten Tagen hier schon häufig gefragt, ob sie die Kleidung tauschen möchten“, sagte Stanislaw Posdjnakow, der Chef de Mission. Er trug als offizielle Teamkleidung eine graue Kapuzenjacke des russischen Sport- und Freizeitkleidungs-Herstellers Zasport. Die OAR-Kollektion kommt nach den Spielen nicht mehr bei Wettkämpfen zum Einsatz, falls das IOC die Sanktionen aufhebt. Die Kleidungsstücke sind also rar.

Bei den Schweizern werden nicht mehr die Hände geschüttelt. Fehlender Anstand ist aber nicht der Grund, wie Delegationschef Ralph Stöckli versichert. Vielmehr haben die Eidgenossen Sorgen wegen des im Olympiagebiet grassierenden Norovirus. Stattdessen wird sanft Faust gegen Faust geschlagen.

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