Der erste Dopingfall der Spiele

von Redaktion

Pyeongchang – Die Olympischen Winterspiele haben ihren ersten Dopingfall. Der japanische Shorttracker Kei Saito wurde in Pyeongchang am 4. Februar vor Beginn der Wettbewerbe positiv auf die maskierende Substanz Acetazolamid getestet und vorläufig gesperrt, wie der Internationale Sportgerichtshof CAS gestern mitteilte. Auch die B-Probe war positiv. Saito hat das Olympische Dorf inzwischen verlassen.

Der 21-Jährige ist der erste japanische Dopingfall bei Winterspielen. Er bestreitet, wissentlich betrogen zu haben. „Ich bin überrascht und bestürzt. Das ist unerklärlich. Ich habe niemals Doping beabsichtigt. Ich habe das japanische Anti-Doping-Seminar besucht und alle Anweisungen befolgt“, teilte er in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Seine Überzeugung sei: „Sportler sollten nicht dopen. Ich habe auch niemals Präparate eingenommen, die ich verschleiern müsste.“ Er werde versuchen, seine Unschuld zu beweisen.

Acetazolamid ist ein Diuretikum, das unter anderem gegen Höhenkrankheit und bei erhöhtem Augendruck verschrieben wird. Es steigert die Lungenfunktion und wirkt ausschwemmend, wodurch andere verbotene Substanzen schneller den Körper verlassen können.  sid

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