Olympia in kürze

von Redaktion

Arnd Peiffer will kleinere Spiele

Selbst mit der Goldmedaille um den Hals bleibt Biathlet Arnd Peiffer ein großer Olympia-Kritiker. „Ich bin nicht der Typ, der nur weil er erfolgreich war, alles in den Himmel lobt. Ich sehe durchaus den Gigantismus kritisch und stelle die Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele in Frage“, sagte der 30-Jährige nach der Siegerehrung auf der Medal Plaza in Pyeongchang. Peiffer hatte am Sonntag überraschend den Sprint gewonnen. Er sprach sich dafür aus, die Weltspiele des Sports wieder kleiner zu halten, „die Umwelt nicht ganz zu zerstören und es weniger pompös zu gestalten.“ Im Zuge der Globalisierung müsse aber wohl immer alles wachsen. „Mehr Zuschauer, mehr Fernsehgeld – dem kann man wahrscheinlich nicht richtig entfliehen“, meinte der Harzer.

Die frühere Weltklasse-Biathletin Uschi Disl traut Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier in den nächsten vier Rennen vier weitere Medaillen zu. „Bei Laura ist momentan alles möglich. Das ist faszinierend. Sie ist in einer Wahnsinnsform und scheint besonders den Schießstand zu beherrschen“, sagte die 47-Jährige bei t-online.de. Disl ist davon überzeugt, dass Dahlmeier „in jedem Wettkampf noch eine Medaille holen wird. Das traue ich ihr schon zu, weil ihre Konkurrentinnen alle ein bisschen schwächeln“, sagte Disl, die 28 Medaillen bei Olympia (9) und WM (19) erkämpfte. Sie würde Dahlmeier „empfehlen, noch ein weiteres Mal Olympia mitzumachen. Sie hat noch so viele Jahre vor sich – und ist eigentlich zu jung, um aufzuhören.“ 2022 in Peking wäre Dahlmeier 28 Jahre alt. Heute (12.05 Uhr MEZ) starten neben ihr im Einzel über 15 km Franziska Preuß, Maren Hammerschmidt und Franziska Hildebrand.

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