Olympia in kürze

von Redaktion

Schempp visiert Medaille an

Biathlon-Weltmeister Simon Schempp ist vor seinem heutigen dritten Olympia-Rennen über 20 Kilometer „sehr positiv gestimmt“. Für die längste Strecke hat sich der Wahl-Ruhpoldinger den Griff nach Edelmetall vorgenommen. „Wenn man zweimal knapp davor war, dann möchte man weiter nach vorne“, sagte er. Im Sprint und der Verfolgung hatte Schempp trotz anhaltender Rückenprobleme mit den Plätzen sieben und fünf starke Ergebnisse erzielt. „Hätte mir jemand vor zwei Wochen gesagt, dass ich mit so einer Platzierung einsteige, dann hätte ich sofort eingeschlagen“, sagte der 29-Jährige. Auf der Langstrecke erhält Schempp einen neuen Mitstreiter. Johannes Kühn (Reit im Winkl) kommt zu seinem ersten Olympia-Einsatz – der 26-Jährige ersetzt Benedikt Doll. Der Bronzemedaillen-Gewinner in der Verfolgung erhält eine Pause. Neben Schempp und Kühn dürfen auch Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Erik Lesser (Frankenhain) an den Start gehen.

Der enttäuschende Start in die olympischen Wettbewerbe haben vor allem bei Norwegens Emil Hegle Svendsen Spuren hinterlassen. Der viermalige Olympiasieger suchte bereits Rat bei Team-Psychologin Britt Tajet Foxell. Und Svendsen ist überzeugt nun die Trendwende schaffen zu können. „Britt kann einen sehr gut mental aufbauen und helfen, sich auf den nächsten Wettkampf einzustellen und nicht alles hinzuschmeißen“, sagte der 32-Jährige, der in Sprint und Verfolgung die Plätze 18 und 20 belegt hatte. Teamkollege Johannes Thingnes Bö dagegen hält von einem derartigen Weg nichts. „Wenn ich jetzt damit anfange, dann wäre das der falsche Weg. Das macht keinen Sinn“, sagte der bislang schwächste Norweger, „Man sollte die Probleme nicht größer machen, als sie sind.“

Das Weltcup-Finale (22. bis 25. März) der Biathleten wird wie geplant im russischen Tjumen stattfinden. Das teilte die Internationale Biathlon Union (IBU) gestern in Pyeongchang mit. Im Zuge des Skandals um russisches Staatsdoping hatte die IBU die Ausrichtung der Veranstaltung durch die Russische Biathlon Union zunächst offengelassen. Auch der Saisonabschluss im zweitklassigen IBU-Cup in Uvat (10./11.März) und Khanty-Mansijsk (14. –17. März) soll wie geplant über die Bühne gehen. Die IBU hatte den Weltcupkalender für die laufende Saison schon vor der Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA im November 2015 festgelegt. Da das Internationale Olympische Komitee (IOC) in solchen Fällen keine Bedenken angemeldet habe, Wettkämpfe wie ursprünglich geplant durchzuführen, finden die Rennen im März in Russland statt. So begründete die IBU ihre Entscheidung.

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