Olympia in kürze

von Redaktion

Hörmann kritisiert Olympia-Zeitplan

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat die späte Ansetzung besonders der olympischen Skisprung-Medaillenkämpfe kritisiert. „In einigen Wettbewerben wie Skispringen liegt das, was den Athleten zugemutet wird, im Grenzbereich dessen, was man noch vertreten kann“, sagte er. „Wenn dann noch Wind und Kälte dazukommen, wie wir erlebt haben, muss man nachdenken, ob das nicht außerhalb des Grenzbereiches ist.“ Die Entscheidung der Herren von der Normalschanze war erst nach Mitternacht zu Ende. Wenn der Schweizer Simon Ammann um diese Zeit auf dem Absprungbalken wegen der starken Winde fünfmal hin und zurück müsse, müsse man fragen, „ob das noch ein fairer Wettbewerb ist“, sagte Hörmann. „Wir könnten es uns einfach machen wegen des Olympiasieges von Andreas Wellinger und sagen: Es hat gepasst“, meinte Hörmann. „Aber mir tut ein betroffener Athlet wie Ammann leid.“

Der Gründungspräsident der Welt-Anti-Doping-Agentur, Richard Pound, hat sich dagegen ausgesprochen, dass die russischen Athleten bei der Schlussfeier womöglich wieder mit ihrer Flagge und in ihrer Teamkleidung auftreten. „Persönlich kann ich das nicht akzeptieren“, sagte der Kanadier im ZDF, „die Russen haben nichts eingeräumt, nichts anerkannt, sie haben sich aggressiv gezeigt und dauernd Beschwerde eingelegt gegen jede Entscheidung.“ Ihre Rehabilitierung zur Schlussfeier „wäre ein grober Fehler, das falsche Signal“, sagte Pound, der auch IOC-Mitglied ist.

Gastgeber Südkorea hat sich den symbolträchtigen Auftritt des Bruderstaates Nordkorea in Pyeongchang einiges kosten lassen. Umgerechnet rund 2,1 Millionen Euro hat Seoul für Unterkünfte, Transport, Essen und andere Leistungen ausgegeben. Das offiziell mit dem Süden verfeindete Nordkorea ist in Pyeongchang mit 229 Cheerleadern, einem Demonstrationsteam für Taekwondo und rund 140 Künstlern vor Ort. Die Kosten für die 22 Athleten aus dem Norden, die in Pyeongchang starten, übernimmt das IOC.

Die kanadische Shorttrackerin Kim Boutin ist bei den Winterspielen das Ziel wütender Attacken südkoreanischer Fans geworden. Hintergrund ist die Disqualifikation der Lokalmatadorin Choi Min Jeong im Shorttrack-Finale über 500 Meter am Dienstag. Boutin wurde danach die Bronzemedaille zugesprochen. Zahlreiche Fans hätten die sozialen Netzwerke genutzt, um ihrer Enttäuschung in Form von Beschimpfungen und sogar Morddrohungen Luft zu machen, berichteten südkoreanische Zeitungen. Boutin habe ihre Twitter- und Facebook-Konten daraufhin geschlossen.

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