Die frühere Pilotin Sandra Kiriasis hat das jamaikanische Frauen-Bobteam kurz vor dem Start der olympischen Rennen nach heftigen Differenzen mit dem restlichen Trainerteam verlassen. „Sie wollten mich als Bahntrainerin behalten, aber ich sollte keinen Kontakt mehr zu den Athleten haben. Und das funktioniert natürlich nicht“, sagte die Olympiasiegerin von 2006. Sie vermutet „eine Intrige im Trainerstab“. Die jamaikanischen Bobfrauen haben sich erstmals für Olympia qualifiziert und erhielten auch deshalb viel Aufmerksamkeit, weil sie genau 30 Jahre nach ihren berühmten Landsmännern den Sprung zu den Winterspielen schafften.
Das erste Tor für das vereinte koreanische Eishockey-Team schoss eine Amerikanerin: Randi Griffin, in den USA geborene Tochter einer südkoreanischen Immigrantin, ließ die Zuschauer im dritten Spiel endlich aus sportlichem Grund jubeln. Die 29-Jährige, die mit ihren blondierten Haaren auch optisch heraussticht, traf gegen Japan zum 1:2, am Ende gab es es dennoch mit 1:4 die dritte Niederlage. Wieder traten die nordkoreanischen Cheerleader klatschend und singend auf, und wieder riefen sie mit den südkoreanischen Zuschauern: „Wir sind eins.“ In Griffins Familie rief der historische Auftritt 70 Jahre nach der Teilung gemischte Gefühle hervor. Mutter Liz berichtete: „Als mein Vater die Cheerleader sah, war er sehr aufgebracht.“ Randi Griffins Großeltern erlebten im Koreakrieg 1950 die Invasion aus dem Norden.
Norwegens Skilanglauf-Star Johannes Kläbo hat Jamaikas Sprint-Legende Usain Bolt zu einem ungewöhnlichen Duell herausgefordert. „Ich hole mir die Flasche ab, wenn er gegen mich in New York im Central Park einen 100-Meter-Lauf bestreitet“, sagte der erst 21-jährige Kläbo nach seinem ersten Olympiasieg: „Usain rennt, ich laufe Ski. Und dann schauen wir mal.“
Der achtmalige Olympiasieger und 100-Meter-Weltrekordler Bolt hatte jedem Olympiasieger eine signierte Champagnerflasche versprochen. Dafür müssen diese aber ihre Medaille mit der typischen Bolt-Siegerpose feiern und ein Foto davon im Internet teilen. Kläbo hatte am Dienstag den Klassik-Sprint gewonnen und war mit 21 Jahren und 114 Tagen zum jüngsten Langlauf-Olympiasieger avanciert. Ein Foto fehlt aber noch für die Flasche.
Skilangläuferin Nicole Fessel wird auch im 10-km-Freistilrennen, ihrer Paradedistanz, heute nicht starten. Schon zum Auftakt beim Skiathlon hatte sie wegen Hals- und Atemproblemen gefehlt, auch im Sprint am Dienstag war die Oberstdorferin nicht dabei. Fessel (34) hatte nach dem Einlaufen am Samstag über Atemschwierigkeiten geklagt.