von Redaktion

Augsburg – Allerletzte Aktion im Bundesliga-Sonntagsspiel FC Augsburg – Stuttgart, der FCA greift nochmals an, dem Stuttgarter Holger Badstuber fliegt der Ball an die vor dem Körper befindliche Hand. Aber: Kein Elfmeterpfiff – und Bedrängung von Schiedsrichter Tobias Stieler.

In der Nachbetrachtung zur Augsburger 0:1-Niederlage sagt FCA-Kapitän Daniel Baier: „Man probiert eben noch einmal alles, daher rennen wir hin wie die Gestörten“ – ein sehr ehrlicher Einblick in die Verhaltensweisen von Profis. Rein sachlich befand er: „Es war kein Elfmeter. Wenn es einer gewesen wäre, hätten gegen mich neulich in Mönchengladbach gleich drei in einer Situation gepfiffen werden müssen.“ Auf dem Boden sitzend hatte Baier da mehrmals den Ball touchiert – ohne dass es geahndet worden wäre.

Richtigen Ärger mit Tobias Stielers Schiedsrichter-Crew hatte der Augsburger Trainer Manuel Baum, der in der 73. Minute auf die Tribüne geschickt wurde. Zudem schrieb Stieler einen Vermerk, dass Baums Reklamieren „in seiner Wortwahl nicht korrekt und akzeptabel war“. Die Sache geht ans DFB-Sportgericht, Baum muss mit einer Bestrafung rechnen-

Er hatte sich mehrfach beschwert, war von Stieler ermahnt worden, dass seine nächste Wortmeldung sanktioniert werde. Als ihm ein Niedersinken von Mario Gomez (mit fünfter Gelber Karte für Daniel Baier) missfiel, brachte er es beim Vierten Offiziellen vor – „und zwar ganz normal, so wie ich jetzt mit Ihnen rede“, wie Baum in der Pressekonferenz erklärte. Er mutmaßt, „dass nur darauf gewartet wurde, dass ich was sage“. Günter Klein

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