43:41 – ein Volleyball-Marathon

von Redaktion

Herrsching gewinnt den zweitlängsten Satz der Bundesliga-Geschichte

Herrsching – Als der zweitlängste Satz der Bundesliga-Geschichte endlich einen Sieger gefunden hatte, entluden sich in der Nikolaushalle in Herrsching die Emotionen. Die Fans fielen sich in die Arme, die Volleyballer des TSV Herrsching tanzten im Kreis und Trainer Max Hauser streckte die Fäuste in die Höhe. 18 Satzbälle waren am Samstagabend im zweiten Durchgang zwischen Herrsching und den Netzhoppers Königs Wusterhausen ungenutzt geblieben, ehe der Kanadier Andre Brown das Nervenspiel mit einem Ass beendete – zum 43:41, dem Knackpunkt beim Herrschinger 3:0 (25:23, 43:41, 25:14) gegen den Tabellenneunten.

Eigentlich endet ein regulärer Volleyballsatz mit dem 25. Punkt einer Mannschaft. Steht es aber 24:24, verlängert sich das Spiel so lange, bis ein Team mit zwei Zählern führt. Und weil dieses K.o.-Duell meistens schnell einen Gewinner hervorbringt, ging das 43:41 in Herrsching als zweitlängster Satz in die Bundesliga-Historie ein. Nur der ASV Dachau benötigte im Jahr 2000 ein 44:42, um Mending abzuschütteln.

An dem intensiven zweiten Satz, der sich über 44 Minuten streckte, erfreute sich auch Herrschings Trainer Max Hauser, „Ich fand das irgendwann ganz witzig, musste oft lachen“, sagte er, „auch weil mir das Spiel da richtig gut gefallen hat. Das Niveau war hoch – was man vom Rest des Spiels nicht ganz behaupten kann.“

Immerhin: Die Playoff-Teilnahme ist dem TSV nun eigentlich nicht mehr zu nehmen. Um in der Meisterrunde aber auf einen Gegner auf Augenhöhe zu treffen, sollte sich Herrsching, momentan Achter, noch verbessern – zum Vierten Düren fehlen nur zwei Punkte. christopher meltzer

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