In Unterzahl ohne Biss

von Redaktion

Löwen-Trainer Boehm: „Unverständlicher Auftritt“

Bad Tölz – Die DEL 2 wollen sie halten. Um jeden Preis. „Abstieg ist keine Option“, sagt Kapitän Florian Strobl. Vor diesem Hintergrund ist es wenig verständlich, warum die Tölzer Löwen auf dem Eis nicht alles für den Klassenerhalt tun. Zwar mühten sie sich im Heimspiel gegen Heilbronn zu einem 2:1-Sieg nach Verlängerung. Doch beim 2:6 in Weißwasser ließen sie jegliche Tugenden vermissen, die Rick Boehm eingefordert hatte. „Kampfgeist, Moral, Durchsetzungsvermögen – nichts war vorhanden“, schimpft der Löwen-Trainer.

Die Löwen gingen sogar mit einer 2:1-Führung in die erste Pause. Doch anschließend dezimierte sich Tölz, das ohnehin mit lediglich zwei von sechs Kontingentspielern und nur drei Reihen antrat, durch Strafen weiter. Es trafen nur noch die Lausitzer Füchse, drei der fünf Tore fielen in Tölzer Unterzahl. „Wir haben den Biss vermissen lassen“, moniert Boehm. „Sowohl offensiv als auch in Unterzahl in der Verteidigung. Ein schwacher Auftritt, angesichts unserer Situation unverständlich.“ Ihm war es zu wenig, was die Löwen zeigten. „Bei uns kann es sich niemand leisten, weniger als 100 Prozent zu geben. Sonst reicht es nicht zum Sieg.“

Gerade so zum Sieg reichte es im Heimspiel gegen Heilbronn. Zwar vergaben die Löwen viele Chancen in Überzahl. Doch zumindest ließen sie mit einem Mann weniger auf dem Eis nichts anbrennen oder Torhüter Mikko Rämö hielt sie mit Top-Paraden im Spiel. So stand es bis ins letzte Drittel 0:0, bevor beide Teams einmal trafen, und Jonas Vihko beim 2:1 in der Verlängerung kurzen Prozess machte.

In den Playdowns ab Anfang März treffen die Löwen eher auf Weißwasser als auf Heilbronn. Auch wenn die Falken wohl der bessere Gegner wären: Alle vier Saisonspiele entschieden die Löwen für sich. Aber in der heißen Phase müssen die Tölzer so oder so wieder ihre Tugenden abrufen. Nick Scheder

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