Olympia in kürze

von Redaktion

Deutsche Bob-Frauen auf Medaillenkurs

Die deutsche Bobpilotin Mariama Jamanka und ihre Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz hat sich bei Olympia selbst überrascht und liegt vor dem Finale heute auf Gold-Kurs. „Ich fand die beiden Läufe nicht überragend. Daher haben wir nicht gedacht, dass es für die Führung reicht. Vielleicht habe ich unten ja eine Abkürzung gefunden“, sagte die ehemalige Hammerwerferin Jamanka. Das Oberhofer Duo führt vor den letzten beiden Läufen mit einem Vorsprung von 0,07 Sekunden vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor. Die Amerikanerin glänzte zusammen mit Lauren Gibbs in Durchgang eins und stellte einen Start- und Bahnrekord für Pyeongchang auf.

Auf Rang drei verbesserte sich Stephanie Schneider aus Oberbärenburg, die wie ihre Top-Anschieberin Annika Drazek angeschlagen ins Rennen ging und somit nicht auf die gewohnt starken Startzeiten kam. Das sonst so sprintstarke Duo hat aber nur zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor der US-Pilotin Jamie Greubel Poser. „Wir haben beide die Woche ein bisschen laboriert mit unseren Körpern. Wir kriegen es hoffentlich noch besser in den Griff“, sagte Europameisterin Schneider. Die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada, die ihren olympischen Hattrick anpeilen wollte, liegt nur auf Rang fünf.

Skilangläuferin Marit Björgen kann heute Olympia-Geschichte schreiben. Die Norwegerin tritt etwas überraschend an der Seite der amtierenden Weltmeisterin Maiken Caspersen Falla im Teamsprint an. Dies erklärte Nationaltrainer Roar Hjelmeset gegenüber norwegischen Medien. Björgen greift somit nach der achten olympischen Goldmedaille ihrer Karriere. Mit dann achtmal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze würde die 37-Jährige den Biathleten Ole Einar Björndalen (8-4-1) als erfolgreichsten Wintersportler bei Olympia ablösen. Für Deutschland gehen heute (9 Uhr MEZ) Nicole Fessel und Sandra Ringwald an den Start, die Männer werden durch Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer vertreten.

Mehr als 300 Millionen Zuschauer weltweit haben die Fernsehübertragung der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspielen gesehen. Das geht aus einer ersten Analyse hervor, die das Internationale Olympische Komitee am Dienstag in Pyeongchang vorstellte. Der im IOC für Fernsehen und Marketing zuständige Direktor Timo Lumme sagte, dass fast fünf Milliarden Menschen Zugang zu den TV-Übertragungen der Wettkämpfe in Südkorea haben: „Davon hat ungefähr jeder Dritte bislang etwas von den Spielen gesehen.“

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