Olympia in kürze

von Redaktion

Berlin zeigt Bewerber-Interesse

IOC-Präsident Thomas Bach hat die Diskussion wieder befeuert: „Ich würde auch eine deutsche Bewerbung sehr begrüßen“, sagte er der „Sport Bild“. Darüber müsse der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden. „Dann ist die Bundesregierung gefragt. Wenn ein Pflänzlein wächst, hoffe ich, dass sie sich eindeutiger bekennt, als sie es zuletzt bei Hamburg getan hat.“ In Deutschland waren die Bewerbungen für die Sommerspiele 2024 in Hamburg und Winterspiele 2022 in München an Referenden gescheitert. Offen zeigte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller für eine neue Olympia-Kandidatur der Hauptstadt (nach der für 2000). „Die internationale Sportmetropole Berlin mit ihren ausgezeichneten Wettkampfstätten ist ein exzellent geeigneter Kandidat für die Austragung der Spiele.“

Die herablassenden Kommentare zweier südkoreanischer Olympia-Eisschnellläuferinnen über ihre schwächelnde Teamgefährtin haben im Gastgeberland einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Mehr als  500 000 Menschen haben auf der Website des Präsidentenamts eine Petition unterstützt, die den Ausschluss der beiden Läuferinnen Kim Bo Reum und Park Ji Woo aus dem Nationalteam für die Winterspiele fordert. Auch eine tränenreiche Entschuldigung Kims im Fernsehen konnte die Kritik nicht stoppen. Das Trio hatte in der Qualifikation bei der Verfolgung am Montag einen enttäuschenden siebten Platz belegt und damit den Einzug ins Halbfinale verpasst. Kim und Park suchten offensichtlich die Schuld bei ihrer Mitläuferin Noh Seon Yeong, die ihrem Tempo nicht mehr folgen konnte. Sie seien gut gelaufen, sagte Kim nach dem Lauf im südkoreanischen Fernsehen. „Doch die letzte Läuferin konnte uns nicht folgen, und deshalb schnitten wir schlecht ab.“

Das kleine Schmuckstück wirkt Wunder, Nico Ihle ist sich da ganz sicher. Der deutsche Eissprinter hat die gebastelte Perlenkette seiner kleinen Tochter Emma als Glücksbringer immer dabei. „Da stehen die Namen meiner drei Damen drauf!“, sagte Ihle. Wenn der 32-Jährige am Freitag (19.00 Uhr Ortszeit/11.00 Uhr MEZ) über 1000 m sein zweites Rennen bestreitet, drücken nicht nur die Töchter Emma, Maxi und Ehefrau Anni fest die Daumen. Auch die Verantwortlichen des Verbands blicken nervös auf die Leistung des Chemnitzers. Nur er kann erneute Spiele ohne Medaille wie vor vier Jahren noch abwenden. Zweieinhalb Runden Vollgas stehen vor Ihle, bei dem wegen seines achten Platzes über die halbe Distanz am Montag partout keine schlechte Laune aufkommen wollte. „Ich habe immer gesagt, dass ich zwei Chancen habe“, sagte Ihle am Mittwoch und sprach vom „Feuer“, das noch in ihm brenne.

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