Bei den Feierlichkeiten im Deutschen Haus hat sich Olympiasieger Eric Frenzel einen kleinen Teil seines Schneidezahns abgebrochen. Frenzel selbst habe es erst gar nicht mitbekommen, hieß es. Die „Verletzung“ blieb vom Teamarzt unbehandelt.
Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch tauchte auch einen Tag vor der Teamentscheidung überraschend bei den deutschen Journalisten im Pressezentrum im Alpensia-Nordic-Park auf. „Das habe ich jetzt zweimal gemacht und zweimal hat es uns Glück gebracht. Da musste ich jetzt noch mal kommen“, sagte der Goldschmied der deutschen Kombinierer. Mit seinen Kurzbesuchen wollte er ursprünglich nur die Zeit bis zur Mannschaftsführersitzung in unmittelbarer Nähe zum Pressezelt überbrücken.
Paarläufer Ruben Blommaert muss in Pyeongchang eine Wette einlösen. „Er hat gesagt, wenn wir Olympiasieger werden, geht er ins Wasser“, erzählte Bruno Massot. Nachdem der gebürtige Franzose zusammen mit Aljona Savchenko Gold gewonnen hat, fahren Massot und Blommaert an den Strand von Gangneung zum japanischen Meer. Dort wird es für Blommaert unangenehm.
Selbst der schneidende Wind und die Eiseskälte konnten Michael Rösch nicht abhalten. Nur in Badehose und mit wehender belgischer Flagge in beiden Händen stürmte der Biathlet aus Altenberg nahe Pyeongchang ins Meer. Rösch hielt es aber nicht lange aus: Nach einem Hechtsprung ins kalte Wasser kam der 34-Jährige, der für Belgien startet, schnell wieder an Land.