London – Als Lionel Messi seinen „Tor-Fluch“ endlich beendet hatte, ließ der oft so schüchtern wirkende Superstar des FC Barcelona seiner Freude freien Lauf. Messi sprang nach dem wichtigen Treffer zum 1:1 beim FC Chelsea seinem kongenialen Partner Andres Iniesta überschwänglich jubelnd in die Arme. Der Treffer (75.) hatte Barca nicht nur eine glänzende Ausgangslage für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League verschafft – es war auch Messis erstes Tor gegen die Blues im neunten Vergleich und nach 730 torlosen Minuten.
Den spanischen Medien genügte dies, um dem 30-Jährigen mal wieder zu huldigen. „Messiazo“, titelte das Barca-Blatt „El Mundo Deportivo“ euphorisch, und schrieb weiter: „Der heilige Andres Iniesta und Messi reißen das Chelsea-Bollwerk nieder.“ Schließlich war es Iniesta, der einen katastrophalen Pass des Ex-Gladbachers Andreas Christensen abfing und zu Messi weiterleitete.
„Wenn man gegen diesen Gegner mit Spielern wie Messi, Luis Suarez oder Andres Iniesta einen Fehler macht, dann bezahlst du“, stellte Chelsea-Teammanager Antonio Conte nüchtern fest. Bis dahin hatte Barca zwar optisch überlegen agiert, aber Esprit und Tempo vermissen lassen. Chelsea-Torschütze Willian scheiterte zudem noch zweimal am Pfosten.
Für das couragiert auftretende Team des Italieners Conte war der unnötige Gegentreffer ein herber Nackenschlag. „Messi bricht Chelseas Herzen“, urteilte der „Daily Telegraph“. Dennoch behauptete Conte, dass man nicht tief betrübt nach Barcelona fahren müsse: „Dieses Spiel muss uns Zuversicht für das Rückspiel geben. Es ist noch alles möglich.“ sid