München – Das jüngste Duell mit dem SC Freiburg ging neulich 0:2 verloren, dafür aber feierte der FC Bayern nun einen nachträglichen Coup, der langfristig größeren Wert hat. Laura Benkarth und Lina Magull wechseln im Sommer vom Breisgau an die Isar. Uli Hoeneß hatte einst die Vision, einen „FC Bayern Deutschland“ aufzubauen. Der Plan sah vor, möglichst viele DFB-Stars beim Rekordmeister unter Vertrag zu haben – Managerin Karin Danner wandelt nun auf den Spuren des Präsidenten.
Dreikampf zwischen den Pfosten
Es sollte für deutsche Spitzenvereine immer das Ziel sein, die Besten des Landes in seinem Klub zu bündeln, meinte sie gestern über die Verpflichtungen: „Das ist ein wesentlicher Teil unserer Strategie, und wir wollen damit nicht nur den eigenen Kader stärken, sondern auch langfristig den deutschen Frauenfußball unterstützen.“ Die Bayern-Frauen bauen ihre Strategie mit diesen Verpflichtungen aus; auch in Melanie Leupolz, Leonie Maier, Sara Däbritz und Kristin Demann sicherten sie sich in der Vergangenheit nach diesem Prinzip stets die vielversprechendsten deutschen Talente.
Laura Benkarth (25) unterschrieb bis 2020, die 23-jährige Lina Magull bis 2021. „Lina ist eine technisch versierte, kreative, torgefährliche Mittelfeldspielerin, die unsere Offensive bereichert“, sagte Trainer Thomas Wörle, „Laura ist eine gestandene Torhüterin, die unser internationales Torhüter-Team verstärkt.“ Es wird interessant, wie sich die deutsche Nummer 2, Europameisterin von 2013 und Olympiasiegerin von 2016 einreiht. Momentan ist Österreichs Nummer 1 Manuela Zinsberger in München die erste Wahl, und im Winter holten die Bayern zudem noch Fei Wang aus China. Für sie sei es Zeit gewesen, „den nächsten Schritt zu gehen“, sagte Benkarth, „ich sehe das Angebot als Wertschätzung meiner Leistungen“. Sie spielte seit 2008 beim SC Freiburg und steht derzeit bei acht Länderspielen.
Wie die Torfrau ist Lina Magull aktuell mit der Nationalelf beim SheBelieves-Cup in den USA. „Ich bin, seit ich klein bin, Fan des FC Bayern – für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagte sie über ihren Wechsel, „Bayern ist der nächste wichtige Schritt – ich möchte mich hier weiterentwickeln.“ Seit sie 2015 zu Freiburg ging, war sie stets Stammspielerin. Zuvor gewann die 17-malige Nationalspielerin mit dem VfL Wolfsburg bereits die Meisterschaft, die Champions League und den DFB-Pokal. Gute Referenzen, um den „FC Bayern Deutschland“, die weibliche Variante, voranzutreiben.