Lahti – Andreas Wellinger trägt die Traumtage von Pyeongchang noch im Herzen. „Zuhause habe ich angefangen zu realisieren, was die letzten Wochen passiert ist“, sagt der erfolgreichste Skispringer der Winterspiele, der in Südkorea einmal Gold und zweimal Silber gewann: „Ich bin sehr dankbar über jedes Erlebnis, jeden Moment, den ich feiern durfte.“
Saisonziel erreicht, könnte man meinen, doch jetzt geht es für den Oberbayern beim Weltcup in Lahti um den Gesamtweltcup: Wellinger als derzeit Dritter mit 736 Punkten und Richard Freitag als Zweiter (820) machen Jagd auf den führenden Polen Kamil Stoch (863), Olympiasieger von der Großschanze. Bei einer Maximal-Punktzahl von 100 pro Wettkampf und noch sieben ausstehenden Einzelspringen ist noch alles drin.
Der dreimalige Saisonsieger Freitag, bestimmender Springer der beiden ersten Weltcup-Monate, stand bei Olympia ein wenig im Schatten Wellingers, ehe ihm an dessen Seite mit Teamsilber der bislang größte Karriereerfolg gelang – dementsprechend rauschend fiel die Begrüßung in seiner Wahlheimat Oberstdorf aus. „Das war ein überragender Empfang“, sagte der Sachse