Frankfurt/Main – Mit einer Strecke für Klassiker-Spezialisten will sich die nach zehn Jahren neu aufgelegte Deutschland Tour wieder im Radsport-Kalender etablieren. „Wir haben viele Jahre jetzt kein Etappenrennen mehr in Deutschland gehabt. Es sind vier schöne Etappen, auf die ich mich freue“, sagte Lotto-Soudal-Profi André Greipel bei der Streckenvorstellung in Frankfurt.
„Es wird ein hartes Brot, aber ich freue mich drauf“, erklärte Marcel Kittel vom Team Katusha-Alpecin in einer Videobotschaft. Gestartet wird die viertägige Rundfahrt am 23. August in Koblenz und endet vier Tage später nach 743 km in Stuttgart.
Für die deutschen Topsprinter Greipel und Kittel dürfte vor allem die erste Etappe von Koblenz nach Bonn von Bedeutung sein. Danach spricht das Profil wohl eher für die Klassiker-Fahrer. „Die erste Etappe wird ein wichtiger Tag für uns“, meinte Kittels Teamkollege Rick Zabel. Zudem erklärte der Sohn der Sprinter-Legende Erik Zabel: „Der August wird mein Lieblingsmonat dieses Jahr, es wird auf jeden Fall cool.“ Als Sportlicher Leiter wird Ex-Profi Fabian Wegmann fungieren. Seine Einschätzung: „Es ist ein schönes Auf und Ab.“
„Der Start der Tour de France in Düsseldorf hat gezeigt, dass Deutschland ein Radsportland ist. Deutschland hat ein Etappenrennen verdient“, sagte Claude Rach von Tour-de-France-Veranstalter ASO, der zugleich als Mitorganisator der Deutschland Tour fungiert.
Die Deutschland-Tour 2018: 1. Etappe: Koblenz – Bonn (154 km). – 2. Etappe: Bonn – Trier (212 km). – 3. Etappe: Trier – Merzig (177 km). – 4. Etappe: Lorsch – Stuttgart (200 km). sid/dpa