Uli Hoeneß hätte nach eigener Einschätzung im Streit zwischen dem Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (Foto) und dem damaligen Bayern-Coach Pep Guardiola vermitteln können. Der Vereinspräsident wird in der Biografie Müller-Wohlfahrts, die in Auszügen in der „Bild“ veröffentlicht wird, mit folgenden Worten zitiert: „Ich glaube, wäre ich damals nicht verhindert gewesen, hätte ich den Konflikt zwischen Mull und Pep Guardiola moderieren können. Im Frühjahr 2015 sind zwei Fronten unmittelbar aufeinandergetroffen. Es fehlte der Puffer, der ich immer war“, erklärte Hoeneß. In seiner Biografie wirft der 75 Jahre alte Teamarzt Guardiola unter anderem Besserwisserei und ein schwaches Selbstbewusstsein vor. „Ich konnte nicht begreifen, dass ein Trainer, der so viele Lebensjahre zählte wie ich Berufsjahre bei den Bayern, mir und meiner Erfahrung keinerlei Gehör schenkte“, schrieb Müller-Wohlfahrt.