Fabian Rießle hat beim Weltcup in Trondheim seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Olympia-Zweite von Pyeongchang setzte sich mit einer Energieleistung knapp vor dem Norweger Jarl Magnus Riiber durch und festigte damit auch seinen dritten Platz im Gesamtweltcup. Olympiasieger Eric Frenzel wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzugs nur einen Tag nach seinem Erfolg an gleicher Stelle disqualifiziert. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Ich bin totel glücklich, dass ich den Sieg einfahren konnte. Ich musste die Lücke schnell zulaufen, das hat gut geklappt“, sagte Rießle. Der Team-Olympiasieger war nach einem guten Sprung auf 126 Meter auf Rang zehn in den Langlauf gegangen und schloss nach sechs von zehn Kilometern zur Spitze auf. Auf der Zielgeraden hatte Rießle dann die besten Reserven und setzte sich durch. Frenzel erlebte das nur als Zuschauer – was Bundestrainer Hermann Weinbuch irritierte. „Eric hatte den gleichen Anzug wie gestern – aber es war ein anderer Kontrolleur da, der hat anders gemessen“, sagte er.
Das ukrainische Sportministerium hat seinen Athleten nun auch generell die Teilnahme an Wettbewerben im Nachbarland Russland verboten. Die Vorschrift gelte für alle Sportarten, hieß es in einem entsprechenden Dekret in Kiew. Auch Trainingsaufenthalte seien generell untersagt. „Aggressoren und Regelverletzer sollten aus der Arena des Weltsports verjagt werden“, sagte Sportminister Igor Schdanow. Am Dienstag hatte der Politiker bereits den Boykott des Biathlon-Weltcups in Tjumen angekündigt. Seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland sieht sich Kiew mit dem Nachbarn im Krieg.
Für Rekord-Weltmeister Ole Einar Björndalen ist der Boykott des Weltcups in Tjumen der „schlechteste Ausweg“. Der 44-Jährige hat zwar „großes Verständnis für die Leute, die dort nicht hinfahren.“ Für ihn selbst sei ein Boykott aber keine Lösung. Auf die Wettbewerbe in Westsibirien (22. – 25. März) werden unter anderem die Teams aus Tschechien, den USA, Kanada und der Ukraine verzichten – als Protest gegen den Skandal um Staatsdoping in Russland.
Martin Kaymer (Mettmann) peilt nach rund dreiwöchiger Verletzungspause seine Teilnahme beim Masters in Augusta/Georgia (5. bis 8. April) an. In der Woche zuvor wolle er beim US-Tour-Turnier in Houston sein Comeback geben. „Meinem Handgelenk geht es sehr viel besser. Die Reizung ist raus, es fühlt sich sehr gut an“, sagte der 33-Jährige. Der frühere Weltranglistenerste hatte Ende Februar beim Turnier in Palm Beach Gardens/Florida nach der ersten Runde aufgegeben.