Messi macht kurzen Prozess mit Chelsea

von Redaktion

Bereits in der dritten Minute stellt der Argentinier mit dem ersten von zwei Toren die Weichen zum 3:0 des FC Barcelona – Auch Dembélé trifft

Barcelona – Dank eines überragenden Lionel Messi darf der FC Barcelona mit dem deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen weiter vom Triple träumen. Der souveräne Tabellenführer der spanischen Primera Division zog nach einem 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den englischen Meister FC Chelsea zum elften Mal in Serie in das Viertelfinale der Champions League ein. Das Hinspiel an der Londoner Stamford Bridge war 1:1 ausgegangen. Zuletzt hatten die Katalanen 2015 das Triple aus spanischer Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League gewonnen.

Superstar Messi (3./63.) mit seinen Treffern 99 und 100 in der Königsklasse sowie der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé (20.) schossen Barcelona in die Runde der besten Acht. Die offensiv bemühten, defensiv aber unkonzentrierten Londoner scheiterten dagegen bei den letzten drei Teilnahmen in der Königsklasse jeweils im Achtelfinale.

Messi, der am vergangenen Samstag zum dritten Mal Vater geworden war und in der Primera Division pausiert hatte, tunnelte Chelseas belgischen Torhüter Thibault Courtois nach nur 128 Sekunden aus spitzem Winkel zum 1:0. Es war das früheste Tor des Argentiniers in der Champions League.

In der Folge überließ Barca Chelsea zunächst die Spielkontrolle, schlug nach einem von Messi überragend eingeleiteten Konter durch Dembele aber eiskalt zu. Für den 20 Jahre alten Franzosen war es der erste Treffer für die Katalanen. Messi hatte dem ehemaligen Barca-Star Cesc Fabregas im Mittelfeld den Ball abgeluchst, zwei weitere Zweikämpfe dank seines immensen Einsatzes gewonnen und dann den 105-Millionen-Mann Dembele perfekt bedient. Nach einer guten Stunde sorgte Messi schließlich – erneut auf Vorlage von Luis Suarez – mit seinem 100. Tor im 123. Champions-League-Spiel für die Entscheidung.

Die Blues, bei denen Nationalspieler Antonio Rüdiger in der Startelf stand, kamen vor 97 183 Zuschauern im Camp Nou durch den Brasilianer Willian (12.) zu ihrem ersten Abschluss. Kurz vor der Pause traf Alonso (45.+1) per Freistoß den Pfosten.

In einer nach dem Seitenwechsel zunächst rasanten Partie vergab Barcas uruguayischer Angreifer Suarez (47.) die Entscheidung, ehe Dembele mit einer sehenswerten Grätsche im eigenen Sechzehner vor dem einschussbereiten Alonso (48.) den möglichen Anschlusstreffer verhinderte. Der angeschlagen in die Partie gegangene Barca-Kapitän Andres Iniesta wurde nach 56 Minuten für Paulinho ausgewechselt. Kurz darauf verließ auch der offenbar verletzte Sergio Busquets (61.) den Platz.

Die Blues, die zuletzt in der heimischen Premier League in eine Krise geschlittert waren, zeigten einen engagierten Auftritt, vergaben jedoch ihre Chancen. So traf Antonio Rüdiger in der 90. Minute nur die Latte. Zudem leisteten sich die Gäste in der Defensive Fehler, die Barcelona eiskalt bestrafte. Die Auslosung der Viertelfinalpartien findet am morgigen Freitag (12.00 Uhr/Sky und Eurosport) im UEFA-Hauptquartier in Nyon statt.

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