Mit zehn Stürmern nach Salzburg

von Redaktion

Der BVB ist nach der Hinspiel-Pleite unter Druck – Leipzig setzt auf Offensive

Salzburg/St. Petersburg – Zittern müssen Borussia Dortmund und RB Leipzig irgendwie beide: Keiner will im Europa-League-Achtelfinale ausscheiden – so viel ist sicher, doch die Vorzeichen sind höchst unterschiedlich. Während der BVB heute (21.05 Uhr/Sport1 und Sky) im Rückspiel bei Red Bull Salzburg vor einer mittelgroßen Blamage steht, verspüren die Sachsen positiven Druck: Für den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte müssen sie ihren Vorsprung bei Zenit St. Petersburg (19.00 Uhr/Sky) nur unbeschadet nach Hause bringen.

Eine solche Ausgangslage hat Dortmund verpasst. Nach dem 1:2 im Hinspiel gegen Salzburg gibt es in Österreich nur eine Marschroute: Attacke. „Wir spielen am besten mit zehn Stürmern“, sagte Gonzalo Castro. Denn für das Viertelfinale braucht der BVB beim österreichischen Tabellenführer einen Sieg und mindestens zwei Tore. Trainer Peter Stöger wird seine Mannschaft allerdings nicht blindlings ins Verderben rennen lassen, doch auch der Österreicher trat die Dienstreise in seine Heimat optimistisch an. „Wir haben noch eine Möglichkeit, das zu reparieren. Zuversichtlich macht mich, dass wir Phasen im Spiel haben, die richtig gut sind“, sagte Stöger.

Angespannt zeigten sich die Leipziger vor der schwierigen Aufgabe in St. Petersburg. Der 2:1-Vorsprung ist dünn. „Ich sage ganz klar, dass wir dort ein Tor brauchen“, sagte RB- Trainer Ralph Hasenhüttl: „Wir werden das Spiel so angehen, dass wir uns nicht einigeln und 90 Minuten darauf hoffen, dass wir keins kassieren.“ Dies war in der Zwischenrunde im Rückspiel zu Hause gegen den SSC Neapel geschehen. Leipzig war maßlos überfordert, verlor 0:2 und hatte Glück, dank des 3:1-Auswärtssieges im Hinspiel im Turnier zu bleiben.sid

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