von Redaktion

Fischbachau – Der „alte Mann“ – wie sich Konstantin Schad selbst bezeichnet – hat’s noch mal allen gezeigt: Dank eines atemberaubenden Manövers des 30-Jährigen aus Fischbachau (Kreis Miesbach) gewannen die deutschen Boardercrosser erst zum zweiten Mal einen Teamwettbewerb. Beim Weltcup im Veysonnaz (Schweiz) übergab Paul Berg (Konstanz) auf Position drei liegend auf Schad. Dieser zog in der vorletzten Kurve innen an Lucas Eguibar (Spanien) und Alessandro Haemmerle (Österreich) vorbei und brachte in der letzten Linkskurve den Sieg ins Ziel.

„Ich komme alleine nicht mehr so gut aus dem Start“, erklärt der Fahrer des SC Miesbach, warum es am Vortag nur zu Platz vier gereicht hat. „Der Paul hat einen super Start hingelegt, und dann kam der alte Mann von hinten.“ Schads Einschränkungen liegen aber nicht am Alter, sondern sind vielmehr die Folgen einer zweifachen Bandscheiben-Operation im Februar 2017. „Der Rücken macht sich noch bemerkbar. Das ist aber völlig normal.“

Nach der langen Saison freuen sich jetzt nicht nur Schads Bandscheiben auf etwas Freizeit. Kurz vor den Olympischen Spielen hatte der 30-Jährige seine langjährige Freundin Ragnhild geheiratet, im Mai kommt die gemeinsame Tochter zur Welt. Fürs Boarden bleibt danach wieder Zeit. Denn mit 30 Jahren ist noch lange nicht Schluss. julia Pawlowski

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