Erst Spektakel, dann Nullnummer

von Redaktion

Führung der Tölzer Löwen in DEL2-Playdown-Serie ist geschrumpft

Bad Tölz – Jetzt sind die Tölzer Löwen doch noch einem der stärksten Penalty-Killings der DEL2 zum Opfer gefallen: Trotz zahlreicher Powerplay-Situationen im dritten Play-down-Spiel gegen die Wölfe Freiburg brachten sie die Scheibe am Sonntag nicht im Kasten der Breisgauer unter. Mit 0:2 mussten sich die Tölzer geschlagen geben und führen in der Serie nun nur noch mit 2:1.

Heute Abend (19.30 Uhr, Tölzer Eisstadion) wollen sie den Vorsprung wieder ausbauen. Dazu muss eine Effizienzsteigerung im Überzahlspiel her. „Das Passspiel muss besser werden, wir brauchen mehr gegenseitige Unterstützung“, fordert Trainer Rick Boehm. Funktionierte die Offensive beim 5:2-Heimspiel-Spektakel mit 144 Strafminuten am Freitag noch gut, als die Löwen sogar in Unterzahl trafen, vermisste Boehm auswärts die offensive Durchschlagskraft. „Wir haben nach vorne zu wenig investiert, der Druck auf das Tor hat gefehlt.“ Gute Chancen waren selten.

Zusätzlich ließen sich die Tölzer ein wenig vom hohen Tempo überraschen, das die Freiburger am Anfang an den Tag legten. Die Aufholjagd nach dem frühen Führungstreffer der Wölfe erwies sich als schwierig, nachdem die Löwen das Spiel lange in Unterzahl bestreiten mussten. „Das darf uns heute nicht passieren“, warnt Boehm vor unnötigen Strafzeiten.

Bei aller Konzentration auf den Angriff soll auch die Defensivarbeit nicht vernachlässigt werden, mit der Boehm mittlerweile recht zufrieden ist. Die Kraft gehe seiner Mannschaft noch nicht aus, ist sich der Löwen-Trainer sicher, auch wenn der eine oder andere derzeit etwas „zu viel will“, wie Boehm es ausdrückt. Nick Scheder

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