Garmisch-Partenkirchen – Alles deutet auf eine lange Viertelfinaleserie hin zwischen dem Ersten und dem Zehnten der DEL2. Nachdem der Außenseiter aus Crimmitschau in den ersten beiden Duellen der Best-of-Seven Serie die bessere Mannschaft gewesen war und zurecht mit 5:2 und 3:0 gewonnen hatte, verkürzte der SC Riessersee in einem dramatischen Spiel am Sonntagabend in der Serie auf 1:2.
Die Crimmitschauer waren der Abstiegsrunde nach einem famosen Saisonstart letztlich gerade noch entkommen. Dazu fehlten wichtige Spieler. Doch Ex-SCR-Coach Kim Collins stellte seine Mannschaft in der ersten Viertelfinalserie seit zehn Jahren top ein. Das 5:2 in Spiel eins war der erste Sieg der Sachsen in Garmisch-Partenkirchen seit sieben Jahren. Auch Spiel zwei bot Kurioses: ETC-Goalie Brett Kilar feierte seinen ersten Shutout der Saison. Die in der Hauptrunde so offensivstarken Werdenfelser trafen gar nicht – das war in den 53 Begegnungen der Saison nur einmal passiert: beim 0:3 in Bad Nauheim Anfang Dezember.
Vor Spiel drei war der Druck groß beim SCR. Doch er bot die bislang beste Leistung der Playoffs: Insbesondere im ersten Drittel gab es zig Chancen – jedoch nur ein Tor. Auch diese Führung brachte nicht die nötige Ruhe. Am Ende war der SCR überglücklich, dass Tim Richter das Tor zum 3:2 in der 8. Minute der Verlängerung schoss. Denn mit einer weiteren Niederlage wäre das Weiterkommen zu einer Herkulesaufgabe geworden. Nun fordert Ersatz-Kapitän Stephan Wilhelm: „Wir müssen am Dienstag in Crimmitschau nachlegen: Dann steht es 2:2 und alles ist drin.“ Fortsetzung folgt . . . Titus Fischer