München – Seit die Regionalliga Bayern 2012 ins Leben gerufen wurde, fungiert Josef Janker als BFV-Spielleiter dieser Staffel. Sechs Winter hat der Oberpfälzer also in seiner aktuellen Funktion erlebt, doch Wetterkapriolen wie zurzeit sind selbst für ein Verbands-Urgestein wie Janker neu. „Es hat immer wieder Probleme mit Spielausfällen gegeben“, sagt der 62-Jährige, „aber an so massive Probleme über ganz Bayern kann ich mich nicht erinnern.“
Die Folge für Terminplaner Janker: Arbeit ohne Ende. Die Folge für den TSV 1860, das prominenteste Pferd in Jankers Stall: Terminprobleme. Bereits das Auswärtsspiel im Schneeloch Illertissen musste verschoben werden (auf 24. April). Jetzt kam das Topspiel beim FC Ingolstadt II hinzu. Janker sagt, wie es ist: „Viel darf jetzt nicht mehr passieren, sonst müssen die Mannschaften irgendwann im Zweitage-Rhythmus ran.“
Wollen kann das keiner, doch ein Blick auf den Spielplan zeigt: Es sind schon jetzt kaum noch Terminlücken frei, wo sich Spiele ohne größere Umbauten hineinverlegen ließen. Schließlich muss immer an zwei Klubs gedacht werden. Ingolstadt zum Beispiel hat noch drei Spiele mehr auszutragen als 1860. Es drohen Termin-Härtefälle.
Aber: Noch bleibt Janker gelassen. „Momentan kann’s noch mit Englischen Wochen gelöst werden“, sagt er, „aber es wird immer schwieriger.“ Sein Vorsatz: „Wir müssen ab sofort Ausfälle vermeiden – mit aller Gewalt.“ Noch besser freilich wäre, es würde auch temperaturtechnisch endlich Frühling. uli kellner