Einer der fast vergessenen Weltmeister von 2014 ist Andre Schürrle, der seit dem Erfolg vor vier Jahren gesundheitliche Probleme hatte und durch mehrere Vereine irrlichterte: FC Chelsea, VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund. Doch in den vergangenen Wochen, unter dem neuen BVB-Trainer Peter Stöger, spielt Schürrle regelmäßig, gehört zu den besseren Akteuren. „Er hat in der Hinrunde kaum gespielt, aber jetzt aufsteigende Tendenz“, sagt Bundestrainer Joachim Löw, „wenn er seine Schnelligkeit und Torgefährlichkeit einbringt, ist er auch für uns ein Thema für die WM.“ Für die Spiele gegen Spanien und Brasilien hat er ihn gleichwohl nicht nominiert. Manche haben im 25-Mann-Kader auch Philipp Max vermisst. Der Linksverteidiger des FC Augsburg, der auch zum Olympia-Silber-Team 2016 gehört hatte (allerdings mit wenig Einsatzzeit), ist mit 13 Assists bester Vorlagengeber der Bundesliga, Joachim Löw hat seine Assistenten auch schon einige Male zu FCA-Partien geschickt und Max beobachten lassen. Nun jedoch stellt er klar: „In unseren Planungen für die WM spielt er keine Rolle.“ Max junior teilt das Schicksal seines Vaters Martin, der als Bundesliga-Toptorjäger 2001/02 keine Berücksichtigung im Kader für die WM 2002 fand. Er kam nur zu einem Länderspiel – mit acht Minuten. gük