Nico Hülkenberg will seine seltsame Rekordserie in der neuen Formel-1-Saison möglichst schnell beenden. In 137 Grand Prix war der Rennfahrer aus Emmerich schon am Start, nie schaffte er es auf das Podium. An der Spitze der Rekord-Warteliste hatte der 30-Jährige zuletzt Landsmann Adrian Sutil abgelöst. „Ich habe lange warten und wirklich hart arbeiten müssen, um diesen Titel von Sutil zu bekommen und den Rekord zu haben“, scherzte Hülkenberg, der 2010 im Williams debütierte und danach für Force India und Sauber fuhr.
In seinem zweiten Jahr beim Renault-Werksteam hofft der Routinier nun endlich auf mehr als vierte Plätze. „Man sieht die Investitionen in jeder Kurve. Das ist gut und so soll es auch sein. Wir haben da einen großen Fortschritt gemacht“, lobte Hülkenberg das verstärkte Engagement des französischen Autobauers.
In seinem Premierenjahr bei Renault hat der Deutsche seinen Ruf als zuverlässiger Aufbauhelfer gestärkt. Solide Arbeit, konstante Leistungen, keine Nebengeräusche – das ist Nico Hülkenberg. Wer Glamour und Vollgas-Show will, ist bei dem Sohn eines Spediteurs an der falschen Adresse. Dass er ein Siegfahrer sein kann, hat „Hulk“ 2015 mit dem Triumph beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans bewiesen. Höchste Zeit, dass er auch mal in der Formel 1 zur Siegerehrung darf. Fotos: epa, imago