Am Ende war also auch die beste Ausgangsposition in der Geschichte der Basketballer des FC Bayern nicht genug. Kein Pokalsieg, nicht das erste europäische Halbfinale und auch nicht Platz eins in der Bundesliga. Aleksandar Djordjevic muss gehen, weil die Verantwortlichen erhebliche Zweifel daran haben, dass es in den nächsten Wochen und Monaten mit ihm noch höher hinausgehen kann.
Dass man den Schnitt jetzt wagt, gut einen Monat vor dem Auftakt der Playoffs, daraus kann den Druck ermessen, den Klub sich selbst auferlegt. Noch während seine Profis in Ulm den Pokalsieg bejubelten, hatte Geschäftsführer Marko Pesic erklärt, diese Trophäe nehme man gerne mit, doch das Ziel sei ein anderes. Man will unbedingt Meister werden. Man will auf sportlichem Wege in die Königsklasse Euroleague zurückkehren, dorthin wo ein Verein wie der FC Bayern zwangsläufig dauerhaft seine Zukunft sehen muss.
Man kann sicherlich darüber streiten, ob Aleksandar Djordjevic auf diesem Weg der richtige Projektleiter ist. Der 50-Jährige ist auf Vereinsebene noch ein unerfahrener Trainer. Fast logisch, dass ihm auf dem Weg durch die Saison immer wieder Fehler unterlaufen sind. Und wenn er sich tatsächlich dem Rat der Klubführung verweigerte, dann ist das zumindest ungeschickt.
Und trotzdem hat der Rauswurf für den FC Bayern zwangsläufig eine verheerende Außenwirkung. Den Trainer auf dem Gipfel zu feuern, das ist ein Schritt, den in der deutschen Sportlandschaft vermutlich nicht viele gehen würden. Den Druck hat der Schritt auf jeden noch einmal erheblich erhöht. Denn man stelle sich einmal vor, dass es nach der bislang so souveränen Saison nach dem Trainerwechsel nicht mit der Meisterschaft: Zumindest der Spott ist dem FC Bayern Basketball dann gewiss.