Gescheitert im Zweitsport

von Redaktion

Michael Jordan

Großartigster Basketballer aller Zeiten, seine Nummer 23 wurde zur Marke. Nachdem er in der NBA nichts mehr gewinnen konnte, versuchte er sich im Baseball. Er entsprach damit auch dem Wunsch seines Vaters. In die höchste Liga schaffte es Jordan im neuen Sport nicht, er kam nicht über einen Job bei den Birmingham Barons, Farmteam der Chicago White Sox, hinaus und nahm schließlich seine Basketball-Karriere wieder auf.

Seine sieben WM-Titel sind immer noch Rekord in der Formel 1. Mit all dem Benzin in Blut wollte er sich noch in einer anderen Motorsportbranche austoben. „Schumi“ stieg aufs Motorrad. Bevor er für fünf Wochenenden in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft zusagte, testete er ausgiebig, wie weit er von den Zeiten der Weltklasse entfernt wäre. Er begann mit zwanzig Sekunden Rückstand bei den Rundenzeiten, kämpfte sich dann aber auf fünf Sekunden heran. Ein schwerer Unfall bei Tests in Cartagena in Spanien (mit Brüchen im Oberkörperbereich) brachte ihn zum Umdenken. Weil ein Formel-1-Comeback bevorstand, ließ er das Motorrad fortan stehen.

Dominator auf Skiern. Seine kraftstrotzende Art verleitete ihn zu einem Experiment: Würde er seine Explosivität auch im Radsattel nachweisen können? 2003 durfte er außer Konkurrenz beim Prolog der Tour de France startet. Für die 6,5 km lange Strecke benötigte Maier 8;47 Minuten. Der offiziell Letzte war 15 Sekunden Schneller, Tagessieger Bradley McGee fuhr 7:26 Minuten.

Über mehr als ein Jahrzehnt der beste deutsche Einer-Ruderer. Sein Manager wollte ihn wie zuvor den Bobpiloten Christoph Langen und den Schwimmer Mark Warnecke im Motorsport platzieren. Bei einer PR-Fahrt entlang der Ruderregatta in Oberschleißheim, wo Hacker ein Appartement hatte, setzte er das Rennauto nach einem Kilometer in den Grünstreifen.

Als er als Fußballtorwart nicht mehr gefragt war, stürzte sich Tim Wiese ins Bodybuilding. Die Wrestler-Gesellschaft WWE wurde auf ihn aufmerksam. Wiese trainierte, bekam sein Match bei einer Veranstaltung in München. Die Zuschauer umjubelten ihn, doch zu einem Vertragsabschluss mit der WWE kam es nicht.

Florence Griffith-Joyner wurde 1988 mit 10,49 Sekunden über 100 Meter zur schnellsten Frau der Welt. 1989 kündigte sie an, den Rekord auf der längsten Strecke, dem Marathon, anzugreifen. Nach einem 5000-Meter-Versuch in 17 Minuten (schon viel zu langsam) staunte sie, „wie schwer das ist“. Sie brach das Marathon-Vorhaben still ab.

Artikel 2 von 11