Boehm: Nicht gut für die Gesundheit

von Redaktion

Tölzer Trainer leidet in den Playdowns der DEL2, wo in 30 Minuten auch mal zehn Tore fallen

Bad Tölz – Wenn zwei gegen den Abstieg kämpfen, sind spielerische Höhepunkte selten. So herrscht in der zweiten DEL2-Playdown-Runde zwischen Tölz und Bayreuth purer Kampf vor, die Fehlerquote steigt mit dem Grad der Erschöpfung. So etwas kann in Schwächen beim Abschluss münden, wie beim 1:2 in Bayreuth am Karsamstag, als die Löwen eine halbe Stunde lang vergeblich einem 1:2-Rückstand hinterherliefen. Oder es endet mit einem Fehlerfestival wie beim Tölzer 6:4-Heimsieg am Ostermontag, als beide Teams ihre defensive Ordnung vernachlässigten und alle zehn Tore in den ersten 30 Minuten fielen.

Als „gesundheitsschädigend“ bezeichnete Löwen-Trainer Rick Boehm die Partie. „Es ist vielleicht für die Zuschauer schön, wenn die Tore so leicht fallen“, sagt Boehm. „Aber nicht für einen Trainer.“ Unnötig unsicher waren seine Schützlinge, ließen die taktische Disziplin vermissen.

Mit dem Ergebnis und der Tatsache, dass sein Team mit einer 2:1-Serienführung zum vierten Spiel nach Bayreuth (heute 20 Uhr) reist, ist Boehm zufrieden. Nicht aber mit der Entstehung des Resultats. „Wir waren nicht die bessere Mannschaft, hatten nur das nötige Glück.“ Entscheidend waren wie beim 1:2 in Bayreuth die Special-Teams. Nur dass die Löwen nicht wie am Samstag Tore in Unterzahl kassierten. Diesmal brachten zwei Shorthander die Entscheidung. In der Schlussphase vereitelte Keeper Mikko Rämö die Bayreuther Bemühungen um den Anschlusstreffer. Boehm hofft, dass die Löwen die 48 Stunden Pause gut genutzt haben, „dass wir es schaffen, die Konzentration hochzuhalten und die Unsicherheit abstellen.“ Nick Scheder

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