Die Welt der „VBG“

von Redaktion

Der Sportreport

„VBG“ ist bei Sportvereinen ein wohlbekanntes Kürzel. Es steht für Verwaltungsberufsgenossenschaft – sie ist zuständig für den Sport. Der fälltin eine Gruppe mit Banken, Versicherungen, Architekturbüros, Anwaltskanzleien, Kirchen, isenbahnunternehmen. Die VBG hat über neun Millionen Arbeitnehmer abgesichert gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.

Sportklubs stöhnen über die Last der Pflichtabgaben an die VBG. Vor allem im Eishockey wird geklagt. Der Grund: Ab einem Jahresverdienst von 96 000 Euro brutto fällt man in die höchste Beitragskategorie. Dieses Gehalt erreichen schon etliche der Profis in der DEL. Als ungerecht mag diese Sportart es empfinden, dass die Fußballer nicht mehr zahlen müssen. Selbst ein FC-Bayern-Spieler, der um die zehn Millionen Euro im Jahr erhält, ist für die Berufsgenossenschaft einfach jemand, der 96 000 Euro plus verdient.

Ernst Köpf kann das Wehklagen aus dem Sport nicht nachvollziehen. „Es ist ein gutes System mit den Berufsgenossenschaften“, sagt er, „die Vereine sollten nachdenken, was es sie kosten würde, diese Leistung alle selbst erbringen zu müssen“. Reha nach Verletzung, Lohnfortzahlung ab der siebten Krankheitswoche, eventuelle Abgeltung eines Rentenanspruchs.

Köpf und Alpha Sports setzen der VBG natürlich zu. „Bei der VBG München sind wir ein rotes Tuch, die anderen nehmen es eher sportlich“, sagt er.

Seine Kooperationsanwälte seien wegen ihrer Kompetenz bei der VBG aber hoch angesehen, würden zum jährlichen Symposium eingeladen.

Die VBG erstellt einen jährlichen Sportreport. Für 2017 stellt sie fest, dass das Verletzungsrisiko im Basketball, Eishockey, Fußball und Handball „unverändert hoch“ ist. 80 Prozent der Athleten zogen sich Blessuren zu, allerdings nur in einem Fünftel der Fälle durch Fouls (zwischen 12 Prozent beim Basketball und 32 Prozent beim Eishockey). Durchschnittlich erleidet ein Spieler in den höchsten Männerligen pro Saison zweieinhalb Verletzungen. Am häufigsten: Distorsion des oberen Sprunggelenks (Basket- und Handball), Distorsion der Halswirbelsäule (Eishockey), Zerrung der Oberschenkelmuskulatur (Fußball).

Interessant auch, wann es zu Verletzungen kommt. Im Fußball ist im Training Januar der gefährlichste Monat, im Spiel der April. Im Eishockey sind es August (Training) und Oktober (Wettkampf).

VBG-Leistung pro erlittener Verletzung: zwischen 970 (Basketball) und 1340 Euro (Eishockey).  gük

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