Unterhaching/Innsbruck – Sie waren chancenlos und wirkten doch alles andere als niedergeschlagen: Sofort nach dem deutlichen 0:3 (20:25, 20:25, 15:25) gegen den VfB Friedrichshafen, das nach dem 1:3 im Hinspiel das Halbfinal-Aus im Kampf um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft bedeutete, huschte den Spielern der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching ein Lächeln über die Lippen, das sich kurz darauf bei der Überreichung der Bronzemedaillen zu einem kräftigen Strahlen verbreiterte. Mit Platz drei hat das Kooperationsprojekt aus Unterhaching und Innsbruck in seiner ersten Bundesligasaison alle Erwartungen übertroffen.
Zwar hatte der couragierte Auftritt am Bodensee Hoffnung auf eine Überraschung zuhause in Innsbruck geweckt, doch Alpenvolleys-Manager Hannes Kronthaler ahnte schon: „Friedrichshafen lässt sich sicher nicht beeindrucken.“ Und tatsächlich zeigte der in dieser Saison unbesiegte Favorit kaum eine Schwäche gegen die Gastgeber, die ohne Mittelblocker Pedro Frances (Knieverletzung) antreten mussten.
Die ersten zwei Durchgänge verliefen vor 1237 Zuschauern nach fast identischem Muster. Jeweils ab dem 5:5 zogen die Häfler konsequent davon, bis der 20:25-Endstand in beiden Sätzen erreicht war. Nach der folgenden Zehn-Minuten-Pause zeigte sich der Favorit vom Bodensee dann völlig gnadenlos: Mit einem erfolgreichen Block verwandelten die Häfler nach 77 Minuten den ersten Matchball zum 15:25. Kronthaler erkannte die Überlegenheit des Gegners neidlos an: „Friedrichshafen war der logische Sieger. Wir wünschen alle Gute fürs Finale.“ Dort wartet Titelverteidiger Berlin. um